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Die Evangelisch-methodistische
Kirche
DR. DANIELE BAGLIO
GESCHICHTE
Vor 250 Jahren treffen sich
Studenten in England regelmäßig zum Bibellesen und Gebet. Sie
unterstützen Arme und Kranke und machen Besuche bei Strafgefangenen.
Wegen ihrer konsequenten Haltung werden sie bald als „Methodisten“ verspottet.
Auch der Dozent und Pfarrer John Wesley und sein Bruder Charles schließen
sich dieser Gruppe an. Sie spüren die Herausforderung des christlichen
Glaubens für alle Menschen. da immer weniger Menschen in die Kirchen
kommen, fängt John Wesley an, unter freiem Himmel und auf öffentlichen
Plätzen zu predigen. Immer mehr Menschen lassen sich vom Evangelium
begeistern. Er sammelt diese Menschen in sogenannten „Klassen“. Daraus
erwächst auf den britischen Inseln und später in den amerikanischen
Kolonien eine Bewegung, die mit den Auswirkungen der Reformation auf dem
europäischen Kontinent zu vergleichen ist. in Amerika kommen auch
deutschsprachige Auswanderer mit der gerade entstehenden Kirche in Kontakt.
Einige gehen als Missionare in ihre alte Heimat Deutschland zurück
und gründen hierzulande methodistische Gemeinden und Kirchen, die
sich 1968 zur Evangelisch-methodistischen Kirche vereinigen.
Unser Kirche in Deutschland
entstand, als Auswanderer zurückkehrten und von ihren wichtigen Erfahrungen
sprachen. Schon bald konnten Pastoren, Krankenschwestern, Ärzte und
Lehrer als Missionare in die dritte Welt entsandt werden. Sie halfen mit,
Kirchen zu gründen, die schnell zu wachsen begannen.
Zwei Weltkriege und ein tiefgreifender
Wertewandel machten deutlich: Missionarischer Eifer und gutgemeintes Handeln
reichen nicht. Heute haben wir gelernt, daß wir einander brauchen:
Unsere Partnerkirchen brauchen unsere Hilfe. Aber auch wir bitten um Unterstützung.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
aus Deutschland stehen heute solche gegenüber, die aus Übersee
zu uns kommen. Sie bereichern uns mit ihren geistlichen Erfahrungen. Gemeinsam
suchen wir nach Wegen, die weltumspannende Liebe Gottes zu erfahren und
weiterzugeben.
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FREIKIRCHE
Wir sind eine evangelische
Freikirche. Wer sich bewußt zum Glauben an Jesus Christus bekennt,
kann sich in unsere Kirche als Mitglied aufnehmen lassen. In Deutschland
gehören mehr als 80.000 Menschen zur Evangelisch-methodistischen Kirche.
Weltweit zählen wir rund 60 Millionen Methodisten.
Finanziert wird unsere Gemeindearbeit
und die ganze Kirche durch freiwillige Beiträge und Spenden.
Wie die Bezeichnung „evangelisch“
in unserem Namen signalisiert, haben wir keine Sonderlehren. Wichtig ist
uns das gemeinsame Bekenntnis: „Wir glauben an Jesus Christus“. Glauben
und Handeln lassen sich dabei nicht trennen.
Missionarischer Lebensstil
und evangelischer Einsatz zeigen sich in vielen Einrichtungen unserer Kirche:
Zeltmission, Rundfunkmission, Buch- und Zeitschriftenverlag, Bibelschule
und Theologisches Seminar. Genauso selbstverständlich gehören
zu unserer Kirche Jugendbegegnungsstätten, Freizeitheime, Alten- und
Pflegeheime, Sanatorien und Diakoniewerke mit Krankenhäusern und Nachsorgekliniken
in vielen Teilen Deutschlands.
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DIE
GEMEINDEN IN HANNOVER
Vor Ort geht es in den Gemeinden
meist persönlich und familiär zu. Man kennt sich und fühlt
sich als eine große Familie. Gottesdienste werden gemeinsam gestaltet:
Chorgesang, Musikbegleitung, Lesungen, Gebete und Informationen verteilen
sich auf viele Schultern. Auch bei der Predigt stehen Pastor oder Pastorin
nicht allein: Die Bibelauslegung von Laien - Männern und Frauen -
ist in unserer Kirche ein fester Bestandteil. Viele Gemeindekreise treffen
sich unter der Woche: Kinder-, Jugend-, Senioren- und Frauengruppen, Chöre
und Instrumentalisten, Bibelkreise und Interessengemeinschaften - um nur
einige zu nennen, Gemeindefeste gehören vielerorts zum Jahresprogramm:
Man trifft sich, um zu singen, spielen, beten, essen und trinken. So können
persönliche Kontakte geknüpft und gepflegt werden.
Johanneskirche, Otto Brenner-Straße
12
Zur Gemeinde gehören
ca. 300 Eingeschriebene, insgesamt halten sich ca. 400 Menschen zu Gemeinde.
Dem Pastor stehen zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
zur Seite.
Der Gottesdienst, von Gemeindegliedern
mitgestaltet, wird sonntäglich von mehr als 100 Menschen besucht.
Ein Behindertenlift führt zum Kirchensaal im ersten Stock.
Verschiedene Gemeindegruppen
und Hauskreise treffen sich regelmäßig. Ein Aktionskreis hat
1994 eine Obdachlosenarbeit ins Leben gerufen und führt sie in den
Wintermonaten durch. Die Gemeinde besteht seit 1888.
Internet
Homepage: www.johanneskirche-online.de
eMail: mail@johanneskirche-hannover.de
Immanuelkirche, Hedwigstraße
16/17
Zur Gemeinde gehören
128 Eingeschriebene, insgesamt halten sich 168 Menschen zur Gemeinde.
Auch hier stehen dem Pastor
zahlreiche Mitarbeiter zur Seite, so daß der Hauptamtliche Zeit und
freie Kräfte hat für die ökumenische Arbeit, auch im Blick
auf die EXPO Hannover 2000. Gemeinde Struktur und Aufgabenverteilung sind
ähnlich wie in der Johanneskirche.
Besonders wichtig ist unserer
Gemeinde die Arbeit mit Kindern.
Die Gemeinde besteht seit
1894.
Internet
Homepage: www.immanuelkirche.de
eMail: pastor@immanuelkirche.de
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KONTAKTADRESSEN
Pastoren:
Dr. Daniele Baglio
Hedwigstr. 16
30159 Hannover
Tel.: ( 0511) 32 11 69
Christhard Elle
Am Taubenfelde 1
30159 Hannover
Tel.: ( 0511) 136 97
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LITERATUR
Klaiber, W./Marquardt, M.:
GELEBTE GNADE,
Stuttgart 1995
Pollock, J.:
JOHN WESLEY,
Stuttgart 1990
Steckel, Karl/Sommer, C.
Ernst:
GESCHICHTE DER EVANGELISCH-METHODISTISCHEN
KIRCHE,
Stuttgart 1982
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