RELIGIONEN IN HANNOVER
 
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Deutschsprachiger Muslimkreis Hannover

MONA und SAMI KHAIRY
 
Das Wesen des Islam

Wer weiß wirklich was der Islam aussagt?

Vieles mag uns Fremd erscheinen, anderes unverständlich, doch eins scheint sicher : Aufklärung und Informationen tut Not. Unsere Welt wird enger, wir rücken zusammen . Gerade in Zeiten einer sich veränderten Welt, in der alte Feindbilder bröckeln und neue aufgebaut werden, ist ohne Kenntnis über den Islam, Toleranz und Verständigung kein friedliches Zusammenleben der Menschen,Völker und Religionen möglich. 

In diesem Kurs wollen wir einen Einblick in die religiöse Welt des Islam und deren Grundlagen zu geben. Wie sieht die Welt für einen gläubigen Muslim aus?



Islam als Weltreligion

Mehr als 1,3 Milliarde Menschen aller Rassen, Nationalitäten und Kulturen überall auf dem Erdball sind Muslime – von Reisfeldern Indonesien bis zu den Wüsten im Innern Afrika, von Amerika bis zu den Beduinenzelten in Arabien.  Nur 18 % der Muslime leben in der arabischen Welt. Die Islamische Religion ist die zweit Welt Religion nach der christliche Religion. In Deutschland leben ca. 4 Millionen Muslime, in Niedersachsen 180 000 und in Stadt Hannover 30 000 Muslime. Die Konvertierte Deutsche Muslime werden auf 100 000 in Deutschland geschätzt.

Im Islam gibt es kein Priestertum, keine Geistlichkeit und noch nicht einmal so etwas wie eine   organisierte Kirche.  Deshalb kann jeder erwachsene und geistig gesunde   Muslim jede religiöse Handlung selber vollführen.  Der Islam gründet sich auf Klarheit, Vernunft und einfaches eindeutiges Denken.  Jede Kompliziertheit   und Verwirrung ist nicht islamisch.   Obwohl der Islam sich in der heutigen Zeit in der ganzen Welt undurchsichtig, nicht eindeutig, verwirrend und kompliziert darstellt, lege ich großen Wert auf die Tatsache , das  alles was uns hierzulande oftmals als Islam begegnet , eine Mischung aus Religion, Tradition und dem Einfluss politischer Kräfte ist . 
Doch das Wesen des Islam wird nicht erfasst. 
Ich möchte ihnen deshalb heute kurz etwas zum Wesen des Islam erläutern. 
 

Das Wesen des Islam :

Jede Religion der Welt ist entweder nach ihrem Begründer oder nach dem Volk, bei dem sie ihren Ursprung nahm, benannt worden. 

Das Christentum leitet seine Bezeichnung vom Jesus Christus ab, der Buddhismus von seinem Begründer Buddha und das Judentum  von dem Namen des Stammes Juda,.    Doch nicht so beim Islam.  Der Islam ist nicht an eine bestimmte Person oder  ein Volk gebunden. So ist die Bezeichnung Mohammedaner oder Mohammedanismus , die in westlichen Ländern gebräuchlich ist , völlig falsch und irreführend und wird von Muslimen auf das schärfste abgelehnt .  Für Muslime ist Mohammed kein Gott , sondern der letzte aus einer langen Reihe von Propheten des Islam .    Dazu zählen u.a.. Adam , Noah , Abraham , Isaak,  Jakob , Moses ,David , Jonas , Johannes  und  Jesus .

Im Koran 42: 13 "Er verordnete für euch die Religion, die er Noah anbefahl und die Wir dir offenbart haben und die Wir Abraham und Moses und Jesus anbefohlen haben.   Nämlich die, in der Einhaltung der Gebote standhaft  zu bleiben und euch deswegen nicht zu spalten."
 

Das Wort Islam bezieht sich weder auf irgendeinen Mann, noch auf ein Volk oder Land.    Es wurde  nicht von Menschengeist erfunden und beschränkt sich auf keine bestimmte Gemeinschaft.  Der Islam ist eine Weltumfassende Religion, deren Zweck es  ist, im Menschen islamische Eigenschaften und islamische Geisteshaltung zu schaffen und weiterzubilden.   Islam ist genau genommen ein Eigenschaftswort, es leitet sich ab vom arabischen Wort Sallam  das heißt Friede.

Deshalb bedeutet Islam Frieden mit sich selbst.   Frieden mit sich selbst   findet man nur , indem man eine klare Selbsterkenntnis besitzt , seine Aufgaben    im Diesseits erkennt und akzeptiert , so erlangt man den Frieden mit sich selbst.  Also die Muslime sind aufgefordert bevor sie Gott erkennen, sich selbst zu erkennen. 

Dieser Frieden beinhaltet auch: den Frieden mit anderen zu schließen. Das bedeutet,  andere Menschen kennen zu lernen , als Gottes Geschöpfe, so wie sie sind zu akzeptieren und ihre Freiheit und Würde nicht zu verletzen. 

Für den Moslem schließt das auch den Frieden mit den Kosmos ein. 
Der Kosmos als Gottes Schöpfung ist ein anvertrautes Gut, das man bewahren und schützen und nicht ausbeuten darf.  Der Naturschutz und die friedliche Nutzung der Umwelt ist Selbstverständlichkeit. 

Da der Moslem frei geboren ist d.h. also unbelastet von der Erbsünde, kann er  frei und unverkrampft, offen die Wahrheit suchen und zwischen Gut und Böse wählen Das befähigt ihn den Frieden mit sich selbst mit Anderen und mit dem Kosmos zu schließen. 

Sobald man diesen Frieden verwirklicht hat, wenn er in Einklang mit den Taten steht, hat man den Frieden mit Gott gefunden und kann sich    seiner Rechtleitung hingeben.  Dementsprechend ist ein Gläubiger ein Moslem, einer der sich dem Willen der einen Wirklichkeit Gott mit ganzen Herzen hingibt. 

Die vollständige  Ergebung  in Gott ist  gleichzusetzen mit der Schließung des Friedens mit Gott mit den Menschen mit der Umwelt und mit sich selbst.

Der Name Islam ist dem Koran, der göttlichen Offenbarung, entnommen. 
Er gibt den Grundgehalt unserer Religion wieder von Menschen nicht erfunden schließt dieser Name in keinerlei Weise die Verehrung des Menschen in den Bereich des Glaubens ein. Der Prophet Mohammed   (Friede auf ihn)  sagte: " Der Islam ist gekommen um die Menschen zu befreien von der Versklavung. Versklavung  - die die Menschen durch die Verehrung und Anbetung von Menschen betreiben ." 
 

Grundsätze des Islam

Die Grundsätze stützen sich  auf den gesunden Verstand und auf Vernunft. 
Der Koran, der dem Propheten Mohammed (Friede auf ihn) im Laufe von 23 Jahren schrittweise offenbart wurde, ist  Weisung und  Rechtleitung für die Menschen. Der Koran bestätigt und vollendet  alle früheren Heilbotschaften wie die Thora und die Bibel. 

Der Koran enthält 114 Suren und 6236 Verse ( Ayyat ) .

Der Inhalt des Korans ist seit dem Jahre 632 unverfälscht, jeder Buchstabe jedes Betonungszeichen steht an der Stelle die sie gesetzt wurden.  Der Koran  ist Gotteslehre Moralvorschrift  und Gesetz in einem.  Der Koran spricht alle Bereiche des Lebens an. 

Er macht Gott nicht zu Menschen und erhebt keinen Menschen zur Gottheit.  Bezeichnend für die Art und Weise des Korans ist, dass seine Vorschriften, das allgemeine Wohlergehen des Menschen bezwecken  und dass sie auf dessen Fähigkeiten aufgebaut sind .  Er  überfordert  keinen Menschen indem er Gesetze vorschreibt die nicht zu erfüllen sind.   Dieses Buch ist zum Unterschied von einigen heiligen Büchern für alle Völker und Rassen sowie alle Zeiten bestimmt.  Gott ist der Urheber der heiligen Schriften und Schöpfer.  Der Koran spricht die Klarheit und die Gerechtigkeit und verkündet folgendes: 
 

  1. Die Gleichheit  aller  Menschen  ohne  Rücksicht  auf  Abstammung, Nationalität  oder  Rasse. 
  2. Alle Gläubige sind Brüder durch den Glauben an den einzigen Gott 
  3. Der Koran erhebt keine Geschichtsbegebenheiten zu Glaubensartikeln.
  4. Der Koran verurteilt die Bilderverehrung, Statuenverehrung, Zölibat, übertriebene Askese und die Mittlerstellung zwischen den Gläubigen und Gott.
  5. Durch Verkündung der Gleichheit und Brüderlichkeit ging der Koran in gesellschaftlicher und politischer Hinsicht seiner Zeit voraus.
  6. Die Einführung von Sozialen Verpflichtungen prägte die Menschen in  ihrem Denken  an die Mitmenschen. 
  7. Der Koran ehrt das Wissen und die Wissenden und missbilligt die blinde Nachahmung  -  sogar  in  reinen  Glaubensahngelegenheiten  - das erste offenbarte Wort des Korans ist " Lies "    und bedeutet,  bemühe dich um Wissen.      Auf Arabisch " Ikra " - Daraus leitet sich das Wort "KORAN" ab, was soviel bedeutet wie das Gelesene.
  8. Der Koran enthält Feststellungen, die an moderne wissenschaftliche Erkenntnisse erstaunlich erinnern. z.B. ( Sure 36: 39 ) " weder hat die Sonne den Mond einzuholen, noch eilt die Nacht dem Tage   voraus, und alle schweben auf einer Umlaufbahn“ ( Koran Sure 36: 37 )    " Preis Gott der die Arten alle paarweise geschaffen von dem was die Erde sprießen lässt,  und von ihnen  selber  und von dem was  sie nicht kennen." 
Der Koran wurde Mohammed offenbart. Er ist kein Buch im gewöhnlichen  Sinn des Wortes. Die Tatsache, das  Mohammed  weder lesen noch schreiben konnte und der Koran ein Buch von beispiellosem literarischen Wert ist, das wissenschaftliche Tatsachen enthält  die zum Teil erst im 20.Jahrhundert bewiesen wurden, beweist, dass der Koran das offenbarte Wort Gottes ist.  Der Koran wurde zu Lebzeiten des Propheten von Schreibern auf Pergament, Holz oder Leder geschrieben und von ungefähr 100 Gefährten des Propheten auswendig gelernt. Nach dem Tode Mohammeds bewahrte der erste Khalif Abu Bakr den  Koran  auf.  Der dritte Khalif Uthman Ibn Affan beauftragte  eine Kommission von 4 Kopierern mehrere Kopien anzufertigen.   Diese Kopien wurden auf die Länder im islamischen Gebiet verteilt. 

Wo der Koran keine konkreten Aussagen macht, wird er von der Sunna, dem vorgelebten Beispiel des Propheten oder von den Hadithen, den Aussprüchen des Propheten ergänzt  und erläutert.    Der Koran ist nicht zu übersetzen. 

Alle Übersetzungen geben nur eine ungefähre Bedeutung dessen wieder, was er enthalt. Da die arabische Sprache so reichhaltig ist  kann ein Wort mehr als 10 verschiedene Bedeutungen haben . Versucht man einzelne Verse zu verstehen, muss man immer noch die Herleitung oder Ableitung eines Wortes berücksichtigen.
 

Die  fünf  Säulen des  Islam 

Das    "Gebäude"  des Islam ruht auf fünf Säulen:

  • das    Bezeugen  an den einen einzigen Gott u. Moh. ist Sein Prophet
  • der    Verrichtung des Gebets fünfmal täglich 
  • dem  Fasten im Monat Ramadan 
  • der    Zahlung des Zakat 
  • der    Vollziehung der Pilgerfahrt nach Mekka der Geburts- und Wirkungsstätte Mohammeds, sofern man die Möglichkeit und  die  Mittel dazu hat.


1. Das Glaubensbekenntnis

Der Überzeugung, den Taten und dem verhalten nach , muss der Muslim stets bereit sein , für Gott und die Wahrhaftigkeit der Sendung Zeugnis  abzulegen. Das Bekennen der Einheit Gottes im islamischen  Glaubenbekenntnis Ich bezeuge  dass es keine Gottheit gibt  außer  Gott und ich bezeuge,  dass Mohammed Sein Diener und  Gesandter ist  " ist das Hauptanliegen des Islam. 
Das bedeutet, dass  nichts  auf eine  Stufe  mit  Gott gestellt  werden kann    und Er allein das absolute  von allem unabhängige Sein ist , während  alles,  was existiert von Ihm abhängt . Er ist die absolute Realität  die alles Sichtbare und Unsichtbare, Lebendige  und leblose aus  dem Nichts erschafft  und erhält .   Wenngleich die gesamte Schöpfung Seine Weisheit bezeugt, steht Er doch über allen sinnlichen Wahrnehmungen und rationalen Konzepten:  Gott ist außerhalb aller Geschöpflichkeit, jedoch nicht von ihr getrennt. 

Gott ist der Mensch näher als dessen eigene Halsschlagader, 
wie es   im Koran   50: 16   heißt: 
" Und wahrlich Wir erschufen den Menschen, und wir wissen, was er in  seinem Innern hegt, und Wir sind ihm näher als seine Halsschlagader." 

Gott lässt sich aber niemals auf die menschliche Ebene begrenzen.
Im zweiten Teil des islamischen Glaubensbekenntnisses heißt es, dass  Mohammed der gesandte Gottes ist. Gott befahl ihm durch den Koran folgendes zu sagen:  Im 

Koran 18 : 110  heißt  :  " Sprich: Ich bin nur ein Mensch wie ihr , doch mir  ist   offenbart worden, dass euer  Gott ein Einziger Gott ist . Möge denn derjenige, 
der auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, gute Werke tun und keinen anderen einbeziehen in den Dienst an seinem Herrn." 

Das Leben und Wirken Mohammeds soll den Gläubigen als Beispiel dienen. Ihre Nachahmung ist so gut  wie ein Gebot.    Die Gesamtheit der überlieferten oder schriftlich niedergelegten Worte, Taten oder Zustimmungen Mohammeds heißen Hadithen , das heißt Tradition. Dies ist, nach dem Koran die zweite Quelle der islamischen Lehre und daraus wurde die Sunna aufgestellt. 

Doch die Anerkennung der prophetischen Sendung ist keineswegs auf Mohammed beschränkt.       Im Koran wird deutlich, dass sich Gott immer wieder verschiedenen Völkern offenbart hat. Dazu wählte er besonders Menschen als träger der Offenbarung und Verkünder Seines Gesetzes aus. Die Propheten waren ausnahmslos Menschen, keine Übermenschen oder gar Götter. 

Abraham ,  Moses ,  Jesus  und zahlreiche andere Propheten schöpften aus  derselben Quelle der Offenbarung , um den Menschen die Daseinszusammenhänge zu erklären, die durch wissenschaftliche Erkenntnis nicht vermittelbar sind. Muslime glauben an alle Propheten und machen keinen Unterschied zwischen den Gesandten Gottes. Mohammed ist der letzte, der ihre Reihe abschließt und die früheren Botschaften bestätigt.

2.  Das Gebet 

Im Koran 29: 45  heißt: "Trage vor, was dir von dem Buche offenbart   wurde  und verrichte das Gebet.  Wahrlich, das Gebet hält von Schändlichkeiten und Abscheulichem ab;  und an  Gott  zu denken  ist  gewiss das Höchste. Und Gott weiß, was ihr begeht." 

Gebet,arabisch  Salah, kommt von Silla und bedeutet annähern oder Beziehung aufbauen, eine Bindung herstellen.Das Bestreben des Islam den Gläubigen ganz dem Wohlgefallen Gottes nahe zu bringen,  bekundet sich auch im Gebet. Das Gebet soll die Einheit zwischen Geist und Körper erzielen.

Im Gebet verdeutlichen Verbeugung und Berührung des Bodens mit dem Gesicht dienende Hingabe.    Ein Muslim  beugt  sein  Haupt nur vor Gott vor keinem Menschen, er kniet auch vor keiner weltlichen Macht. Das Gebet ist kein sinnentleerter Ritus, das nur zur Pflichterfüllung dient, sondern Konzentration und tiefes inneres Bedürfnis. Das Gebet verfolgt nur das Ziel sich Gott zu nähern. 

Obwohl eine Moschee der geeignete Raum für Gebete ist, brauchen sie  nicht dort verrichtet zu werdend sondern können überall geleistet werden; da nach prophetischer Überlieferung die ganze Erde ein Gebetsraum ist. Beim Gebet wenden sich die Muslime in Richtung Mekka, zur Kaaba, dem größten muslimischen Heiligtum, dem Haus Abrahams , das die Einheit aller Gläubigen symbolisiert . 
 
 

   3. Das Fasten

Die Fastenzeit fällt in den neunten Monat des islamischen Mondkalender. 
Dieser Monat des , Ramadan genannt , ist der heilige Monat des Islam , weil in ihm 
der Koran verkündet wurde.   Er gilt daher der religiösen Verinnerlichung. 
Das Fasten in diesem Monat als freiwilliger Verzicht, ist eine Übung zur Selbstbeherrschung, Willenkraft und innern Einkehr.    Vom Beginn der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang wird auf Essen, Trinken,  jedwede geschlechtliche Betätigung und alle andern leiblichen Genüsse verzichtet .
Das Fasten ist eine Schule der Selbstbeherrschung und Opferbereitschaft Während dieser 4 Wochen soll das soziale Gefühl der Reicheren geweckt werden. 
Die Sozialfrage, die Armenfürsorge wird in  dieser Zeit zum vorherrschenden Ziel innerhalb der islamischen Gemeinschaft.   Zu dieser Zeit wird die religiöse Armenabgabe das Zakat   ????  aus Anlass der Fastenbeendigung abgeführt.

Neben einer vielseitigen Opferbereitschaft für die Gemeinschaft stellt der Muslim im Fastenmonat auch seine Ergebenheit zu Gott unter Beweis . 

Das islamische Fasten bedeutet aber auch Enthaltung von allen schlechten Taten und hässlichen Worten oder unnützem Gerede. 

Wie immer, gilt auch im Fastenmonat der religiöse Grundsatz: Es ist verdienstvoller, Böses zu unterlassen als Gutes zu tun .    Die freie Zeit hat der Muslim im Monat Ramadan mit frommer Beschäftigung, z.B. mit Lesen des Koran oder mit Wohltätigkeit, zu verbringen. Im Koran Sure 2 : 183 – 185 heißt :

O  die ihr glaubt!   Das Fasten ist euch vorgeschrieben (349), so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Gott)  fürchten.   (Das Fasten ist euch)  für eine (begrenzte) Anzahl von Tagen (auferlegt)  Und wer von euch krank ist oder auf einer Reise , so (kann er) eine , (gleiche) Anzahl anderer Tage (fasten)  .  Und denen, die es (nur) mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz  Speisung eines Armen auferlegt.   Und wer freiwillig Gutes tut , so ist es , besser für ihn. Und dass ihr fastet, ist besser für , euch, wenn ihr (nur) wüsstet 
 
 

4.   Zakat ( Sozialabgabe )

Die Sozialabgaben bzw. Armensteuer, oftmals fälschlicherweise mit  Almosen übersetzt, sollen die Verantwortung der Menschen füreinander wecken und     soziale Gerechtigkeit sichern. An über achtzig Stellen im Koran wird darauf verwiesen. 

Die Wohlhabendären Mitglieder der islamischen Gemeinschaft entrichten diese soziale  Abgabe an die Bedürftigen.   Die Armen und Bittenden haben ein Anrecht auf das Vermögen der Gemeinschaft. Das Zakat, das andere Spendenformen nicht ausschließt, wird  ausschließlich  in der islamischen Rechtswissenschaft behandelt.  Das Zakat beträgt 2,5% von dem, was der Muslim an Geldmitteln übrig hat. 

Zakat bedeutet reinigen, Reinhalten, denn der Islam verurteilt Methoden  des maßlosen und unrechtmäßigen  Gelderwerbs  und verlangt bei Anhäufung  von Kapital in einer Hand die Übernahme von  Sozial verpflichung. Ungesetzlich erworbener Reichtum gilt als Schandgut  (Haram ) . 
Verboten sind  Zins  und  Wucher.

Diese Jahresabgabe wird entweder in Geld  oder Naturalien  während des Fastenmonats geleistet.    Sie kommt  den Menschen zugute , die über keine Geldmittel verfügen ,  dem Schuldner , der ohne sein Verschulden in Geldschwierigkeiten geriet , dem  Reisenden , der ohne Mittel  geblieben ist und dem mittellosen Studenten. 

Aus diesem  Armenfonds  kann  jedem Mittellosen,  der an Gott glaubt, gleich ob Musllim, Christ oder Jude, Unterstützung gewährt werden . 

5. Die Pilgerfahrt 

Jeder geistig und körperlich gesunde Muslim soll ,  wenn es ihm seine Vermögensverhältnisse und andere Umstände erlauben ,  mindestens einmal im Leben nach Mekka pilgern .      Die Pilgerfahrt gilt als Symbol der Einheit und soll die Menschen an den Tag mahnend an dem sie alle gleich vor Gott treten werden. 

Der Besuch der Versammlung der Muslime aus aller Welt in Mekka dient der Festigung der Verbundenheit  unter den Menschen verschiedener Völker und Rassen und fördert die internationale Verständigung und den Frieden. Dies ist eine Art Weltkongress. 

Es ist erwünscht, bei dieser Gelegenheit die brennenden Fragen der muslimischen Welt zur Sprache zu bringen und Beschlüsse für die gemeinsame Arbeit zu fassen .

Während das Gebet und das Fasten betont persönliche Pflichten sind , können die Sozialbeiträge und die Pilgerfahrt imVerhinderungsfalle auch durch einen Vertreter des Verpflichteten geleistet werden .  Als Vertreter für die Erfüllung der Pilgerfahrt nach Mekka haben intellektuelle , hoch stehende  charaktervolle und fromme Muslime   bestellt zu werden ,  die in der Lage sind ,  einen brauchbaren Beitrag für die Allgemeinheit zu liefern . 

Sure 22 : 27 – 29  " Und rufe die Menschen zur Pilgerfahrt auf.  Sie werden zu Fuß und auf jedem magerem Kamel aus allem fernen Gegenden zu dir kommen, auf dass sie allerlei Vorteile wahrnehmen und während eine bestimmten Anzahl von Tagen des   Namens Gottes für das Gedenken mögen ,     was Gott ihnen an Vieh gegeben hat. Darum esst davon und speist den Not leidend, den Bedürftigen.   Dann sollen sie ihre Gelöbte erfüllen und um das Altehrwürdige Haus  ( Kaaba )  wandeln. "

Um den Hagg auszuführen müssen einige Bedingung erfüllt sein:

  1. Das Muslimsein 
  2. Man muss volljährig sein
  3. Sich seiner eigenen Verantwortung bewusst sein 
  4. Im Besitz seine geistigen und körperlichen Kräfte 
  5. Man muss die finanziellen Möglichkeiten für sich und seine Hinterbliebenen gesichert haben 
  6. Der Pilger sollte vor der Reise sein Testament geschrieben haben

 

Wie erhöht der Islam die Stellung der Frauen ?

Dem Koran nach sind Männer und Frauen vor Gott gleich. Die Frauen werden nicht wegen der Übertretung im Zusammenhang mit dem " verbotenen Baum " getadelt, und ihre Beschwerlichkeiten bei Schwangerschaften und Geburt gelten auch nicht als Strafe dafür.
Der Islam sieht eine Frau , ob alleinstehend oder verheiratet, als eigenständiges Individuum an, mit dem Recht selbst Eigentum und Vermögen zu besitzen und darüber zu verfügen. Der Bräutigam übergibt der Braut  ein Hochzeitsgeschenk zu ihrer eigenen persönlichen  Verwendung, und sie kann ihren eignen Familiennamen beibehalten, statt dessen ihres Ehemannes anzunehmen.    Die Rollen von Männern und Frauen sind einander ergänzend und zusammenwirkend. Die Rechte und Verantwortlichkeiten beider Geschlechter sind insgesamt angemessen und ausgewogen.   Sowohl Männer als auch Frauen haben sich auf einfache, bescheidenen und anständige Weise zu kleiden.  Besondere traditionelle Frauenbekleidung, wie man sie in manchen muslimischen Ländern antrifft, entstammt oft eher örtlichem Brauchtum  statt religiöse Grundsätzen.   Ebenso spiegelt die Behandlung der Frauen in manchen Gegenden der muslimischen Welt kulturelle Sitten wieder, die mit den wahren islamischen Lehren nicht immer übereinstimmen oder ihnen sogar zuwiderlaufen.
Der Prophet Muhammed sagte: " Derjenige von den Gläubigen ist am vollkommensten im Glauben, der am besten im Umgang und am freundlichsten zu seiner Frau ist. "

Gleichheit von Mann und Frau:
Vor dem Gesetz sind Mann und Frau gleich.   Der Prophet Mohammed sagte:" 0 mein Volk; eure Frauen haben wirklich ein Recht über euch und ihr habt ein Recht über sie.“
Im Islam gibt es die Erlaubnis der Heirat von vier Frauen, die jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Dies verdeutlicht ein Koranvers:   Sure 4Vers 3 heißt es : 

" Und wenn ihr fürchtet ,  nicht gerecht gegen die Waisen zu sein , so heiratet , was euch an Frauen gut ansteht , zwei ,  drei  oder  vier ; und wenn ihr fürchtet , nicht billig (gerecht) zu sein , heiratet nur eine . 
 

Die Forderung nach Gerechtigkeit und Gleichbehandlung aller Frauen ist also eine mit der Mehrehe eng verknüpfte Bedingung.     Die praktische Umsetzung dieser Forderung von seiten des Mannes wird sich wohl als äußerst schwierig erweisen.     Wie im Koran Sure 4 Vers129 „ Und ihr könnt zwischen den Frauen keine Gerechtigkeit ausüben..“

Dies hängt jedoch auch weitgehend von der Persö?nlichkeit des Mannes und der Frau(en) ab. Durch die Mehrehe kann vor allem verwitweten oder geschiedenen Frauen eine Versorgung ermö?glicht  werden.  Außer dem ist die Mehrehe, in der Jede Frau die ihr zustehenden gleichen Rechte genießt, eine bessere Alternative zur Beziehung eines Mannes zu einer Geliebten, die keinerlei Rechte besitzt. 
Der Regelfall unter den Muslimen ist die Einehe, die eine menschliche Herausforderung für beide Ehepartner darstellt. Auch der Prophet, der den Muslimen als Vorbild dient, war mit seiner ersten Ehefrau 25 Jahre bis zu ihrem Tod allein verheiratet; und unter den Frauen, die er danach heiratete, war nur eine Jungfrau, die übrigen waren entweder verwitwet oder geschieden.

Nur wer absolut sicher sein kann mehrere Frauen völlig gerecht zu behandeln, darf sich ihrer annehmen, wobei der Schutz der Ehe sich hier ausschließlich auf die materielle Sicherheit von Witwen  und Waisen bezieht und nicht auf sexuelle Befriedigung. 
Doch ist das Ideal, um der Pflicht zu liebevoller, gerechter Behandlung zu genügen  die Einehe . 

Sure 4: 34  „ Die Männer sind die Verantwortlichen für die Frauen, weil Gott gab den Gnadenvorzug einem vor dem andere und auch weil sie von ihrem Vermögen aufwenden.  Ehrbare Frauen aber sind Gehorsam und bewahren das Geheimnis, weil sie Gott bewahrt. Und jene (Frauen), deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!
Qawwam  bedeutet (aus Enzylopädien  Lissan Al-Arab + Al-Mungid und andere)  Jemand, der fest für die Sache eines anderen eingesteht, seine Interessen schützt und für seine Angelegenheiten Sorge trägt). 

Warum kann eine muslimische Frau nicht mehrere Männer heiraten?
Der Islam ist die Religion der natürlichen Veranlagung des Menschen. Die Heirat von Frauen mit mehreren Männern ist allgemein eine nur selten vorkommende Praxis.   Daher kann man davon ausgehen, daß es auch nicht der Natur der Frau entspricht, gleichzeitig mit mehreren Männern verheiratet zu sein. So spricht sich auch der Islam dagegen aus. Ein wichtiger Grund liegt darin, daß der Mann verpflichtet ist, für seine Kinder zu sorgen. Bei mehreren Männern besteht die Gefahr, daß die Vaterschaft nicht eindeutig nachgewiesen werden kann. Dies kann dazu führen, daß sie sich entweder um die Kinder streiten oder aus der Verantwortung ziehen.  Außerdem ist es nicht praktikabel, daß mehrere Männer als Familienoberhaupt fungieren.
 

Im Koran lesen wir zum Thema: Frau im Islam Folgendes:

Die Erschaffung der Frau:   Sure 4 Vers 1
"O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch erschaffen hat aus einem einzigen Wesen; und aus ihm erschuf Er seine Gattin, und aus beiden ließ Er viele Männer und Frauen entstehen."

Sündenfall ( Eva war nicht die Sünderin sondern Adam und Eva): Sure 2 :36
"Doch Satan ließ sie beide dort straucheln und brachte sie aus dem Zustand heraus, in dem sie waren. ..."

Gleichstellung von Mann und Frau: Sure 7 Vers 21
"Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Freund.   Sie gebieten das Gute und verwehren das Schlechte und verrichten das Gebet und zahlen die Zakat und gehorchen Gott und Seinem Gesandten. Sie sind es, deren Gott sich erbarmen wird. Wahrlich, Gott ist allmächtig, allweise."

Die Ehe: Sure 30 Vers 21
"Und unter seinen Zeichen ist dies, daß er Gattinnen für euch schuf aus euch selber, auf dass ihr Frieden an Ihnen fändet, und er hat Liebe und Zärtlichkeit zwischen euch gesetzt. Hierin sind wahrlich Zeichen für ein Volk, das nachdenkt."

Die Scheidung: Sure 2 Vers 229
"Die Scheidung ist zweimal. Dann sollen die Männer die Frauen in angemessener Weise behalten oder im Guten entlassen. Und es ist euch nicht erlaubt, irgend etwas von dem zurückzunehmen, was ihr ihnen als Brautgabe gegeben habt..."

Die Versorgung nach der Scheidung: Sure 2 Vers 241
"Und den geschiedenen Frauen eine Versorgung auf gütige Weise zu geben ist  ein Verpflichtung für die Gottesfürchtigen."

Erbrecht: Sure 4 Vers 7
"... und ebenfalls sollen die Frauen einen Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten empfangen. Sei es wenig oder viel. Das gilt als vorgeschriebener Anteil."

Bekleidungsvorschrift:  Sure 33 Vers 59
"O Prophet! Sprich zu den gläubigen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen. So ist es am besten gewährleistet, weil sie dann erkannt und nicht belästigt werden. Und Gott ist Allverzeihend, Barmherzig."

Und aus der Bibel: 1.Timotheus 2,9f: "Auch sollen die Frauen sich anständig, bescheiden und zurückhaltend kleiden; nicht Haartracht, Gold, Perlen oder kostbare Kleider seien ihr Schmuck, sondern gute Werke, so gehört es sich für Frauen, die gottesfürchtig sein wollen."
 

Die materielle Gleichheit 

Die materielle Gleichheit ermöglicht es dem Muslim sich nicht von seinen Bedürfnissen versklaven zu lassen, der Koran erkennt Vermögensunterschiede an, betont aber, dass  das Eigentum aller Güter letztendlich Gott allein gehört .  Der Mensch hat nur Nutzungsrecht auf Erden.  Als einzige Bedingung  für das Privateigentum gilt, dass es auf ehrliche Weise erworben sein muß. Maßlosigkeit und Verschwendung müssen unter allen Umständen vermieden werden.  Um die Ausbeutung der Gemeinschaft zu verhindern verbietet das islamische Gesetz Monopole,  Wucher,  die Anwendung von Zwang beim Abschluss  von  Verträgen und die Manipulation durch irreführende Werbung. 

Sure  7 : 56  " Und stiftet keinen Verderb auf Erden nach dem dort Ordnung herrscht und ruft IHN in Furcht und Hoffnung an.   Wahrlich Gottes Barmherzigkeit ist denen nahe, die gute Werke tun. "
 

Glaubensfreiheit

Im Koran Sure  2 : 256  heißt :  "  Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen.    Der also , der nicht an falsche Götter  glaubt ,  aber an Gott glaubt , hat gewiss den sichersten  Halt  ergriffen  bei  dem  es  kein   Zerreißen   gibt . " 
Der Islam zwingt niemanden seinen Glauben zu verlassen und zum Islam überzutreten.   Alle Muslime sind aufgefordert,  mit Andersgläubigen einen Dialog frei von missionarischem Eifer zu führen.  (Dies ist ein interessanter Aspekt im Blick auf die Zwangsmissionierungen).   Andersgläubige werden zu Schutzbefohlenen in einem islamischen Staat  Nicht nur unter Muslimen wird Gleichberechtigung vor dem Gesetz gefordert,  sondern auch zwischen Muslimen und Nichtmuslimen. 
Die Regierung hat die Rechte der Minderheiten  gleichermaßen zu verteidigen.     Wie schon erwähnt ist das Gesetz im Islam göttlichen Ursprungs und im  Gegensatz zum ersten Artikel der Menschenrechtserklärung sind die Rechte und Pflichten des Muslims nicht auf das gemeinschaftliche Wohl zugeschnitten   oder auf künstliche Gebilde wie  Nation oder Rasse sondern auf das Wohl des Einzelnen.    Das Ziel ist der weg Gottes und nicht der weg einer von Menschen gestalteten Demokratie oder eines von Menschen erdachten Sozialismus.  Ein System nach islamischen Grundsätzen ist  mit westeuropäischen Verständnis nicht in Worte oder Begriffe zu fassen, und schwerlich vorstellbar oder einsehbar,  hat man doch hier scheinbar das (materielle) Paradies auf Erden. 
 

Wie sehen die Muslime den Tod ?

Wie Juden und Christen glauben die Muslime, dass das jetzige Leben nur eine Prüfung und Vorbereitung auf das Leben im Jenseits ist .     Zu den islamischen Glaubensartikeln gehört auch der Glaube an den Jüngsten Tag, die Auferstehung sowie Himmel und Hölle.

Wenn ein Muslim stirbt, wird er oder sie üblicherweise von einem Familienmitglied gewaschen, in ein sauberes weißes Tuch gewickelt und mit einem einfachen Gebet nach Möglichkeit am gleichen Tage begraben.
Der Koran erklärt, dass das Leben nach dem Tode eine Art Wiederspiegelung des Lebens auf der Erde ist  ( S 17: 73 ) :  „ Wer aber blind in dieser Welt, der wird auch im Jenseits blind sein und abirrend vom Weg. „ 

An insgesamt 15 Stellen weist der Quran auf den Zustand nach dem Tode, noch vor dem Übergang in das ewige Leben hin.   Einige dieser Verse handeln davon, daß die Engel die Menschen, die Gutes zu tun pflegten, empfangen und ihnen die göttliche Gnade verkünden.   Andere Verse berichten vom Zustand der Menschen nach dem Tod, ihren Freuden oder Leiden während des Zeitraums zwischen Eintreten des Todes und der Auferstehung. 
 Die Auferstehung gibt dem Leben Sinn :   Wenn wir ausschließlich das Leben in dieser 
Welt sehen würden, ohne das Leben im Jenseits Miteinbeziehen, wäre dies zweifellos 
sinn - und zwecklos!    Auferstehung und ein Leben nach dem Tod als natürlich und unserem Wesen zugehörig ansehen werden muß. 
Die Gründe hierfür sind unsere Liebe zum Fortbestehen und Immer-Da-Sein, das Vorhandensein dieses Glaubens in der gesamten Menschheitsgeschichte und die Existenz eines kleinen Modells des Auferstehungsgerichtes in unserem Inneren.
Koran 56:26  „ Sie (die Gläubige) werden dort kein eitles Geschwätz noch sündige Rede hören, nur das Wort : Frieden, Frieden ! „

Eine Miniaturausgabe des Jüngsten Gerichts ist in uns selbst (z.B.das Gewissen)
Auferstehung steht im Zeichen der Gerechtigkeit Verfügungs- und Entscheidungsfreiheit..
Der Mensch ist Statthalter Gottes auf Erden  ( Koran )

Wir haben viele Male Auferstehung in dieser Welt miterlebt  : z.B....Tag/Nacht...Schlafen/Aufstehen....Winter/Frühling...Dipression/Glück

Das Fortbestehen des Geistes ist Zeichen für die Auferstehung :

Eine große Welt kann nicht in einem Kleinen begrenzten Raum(die Welt) untergebracht werden .    Die Fähigkeit des Geistes, das "Draußen" wahrnehmen zu können Erfahrungsmomente, die der Begründung der Eigenständigkeit und Selbständigkeit 
des Geistes dienen 

Leibliche und geistige Auferstehung Per Quran bezeugt die leibliche Rückkehr

Sure 54 Al-Kammer Vers 1-8  „ Sie werden mit niedergeschlagenen Blicken aus den Gräbern hervorkommen, als wären sie weithin zerstreuet Heuschrecken.“

Der Prophet  lehrte, dass drei Dinge einem Menschen auch nach dem Tode helfen: Almosen, die er gegeben hat, Wissen, dass  er weitergegeben hat und die Gebete eines rechtschaffenen Kindes für ihn.
 

Was sagt der Islam zum Krieg ?

Wie auch das Christentum erlaubt der Islam das Kämpfen nur zur Selbstverteidigung, zur Verteidigung der Religion oder für diejenigen, die gewaltsam aus ihren Heimstätten vertrieben wurden.    Für den Kampf sind strenge Regeln festgelegt, zu denen  die Verbote gehören, Zivilpersonen zu schaden und Feldfrucht, Blume und Vieh zu vernichten.   Aus der Sicht der Muslime würde die Ungerechtigkeit triumphieren, wenn es nicht gute Menschen gäbe, die bereit sind, ihr Leben für eine gerechte Sache zu wagen.

Im Koran Sure 2 Vers 190 liest man :  " Und kämpft mit denjenigen auf dem Weg Gotts, die mit euch kämpfen, und übertretet nicht, Gott liebt ja nicht die bertreter.“ 

In Sure 2 Vers 193 :
" Und kämpft mit ihnen, bis es keine Verführung mehr gibt und die Religion für Gott ist, und wenn sie aufhören, so gibt es keine Feindschaft, außer gegen die Unrechthandelnden. " 

In Sure 8 Vers 61 :  "Und wenn sie dem Frieden zugeneigt sind, so seid ihr ihm zugeneigt und vertraut auf Gott, Er ist ja , Er, der Hörende, der Wissende."
Krieg ist darum die letzte Möglichkeit und unterliegt strengen Bedingungen nach dem heiligen Gesetz.    Der oft missverstandene  und übermäßig gebrauchte Ausdruck Dshihad bedeutet wörtlich " ganzer Einsatz " und nicht " Heiliger Krieg " ( ein Ausdruck, den es im Koran gar nicht gibt ).

Um Gott zu gehorchen, darf ein Muslim weder Menschen, noch Umwelt, noch Tiere stören.   Da ein gläubiger Muslim den Frieden in sich hat und in diesem Frieden ruht, hat er keinerlei Bedürfnisse diesen Frieden zu zerstören, sei es in seiner Umgebung oder in der Umwelt oder irgendwo.
 

Eine ISLAMISCHE  NATION ordnet sich Gottes Gesetzen unter.Gottes Gesetze werden dort in der SCHARIA umgesetzt, die die Menschenrechte verwirklicht
 und verteidigt.    Diese Menschenrechte sind:

1. SICHERHEIT  DES  LEBENS  UND  EIGENTUMS
         Der Prophet sagte: Euer Blut, euer Eigentum und eure Ehre sind unantastbar.

2. SCHUTZ  DER  EHRE                                                                        Sure 49, Vers 11 - 12

3. UNANTASTBARKEIT  und Sicherheit des Privatlebens                          (49:12,24:27) 

4. SICHERHEIT  DER  PERSÖNLICHEN  FREIHEIT                                 (13: 11)

5. KEINE TYRANNEI  und das Recht dagegen zu Protestieren                  (4:148) 
6. Freiheit der Meinungsäußerung und die Freiheit zu organisieren             (9:105/6:135)

7. FREIHEIT  DES  GEWISSENS  UND  DER  ÜBERZEUGUNG               (S 2, V 256)

8. SCHUTZ  DER  RELIGIÖSEN  GEFÜHLE                                            (5: 69 / 6: 48)

9. SCHUTZ  VOR  WILLKÜRLICHER  HAFT,                                           (Sure 17, Vers 15)

10. DAS  RECHT  AUF  DIE  GRUNDBEDÜRFNISSE  DES  MENSCHEN (S 51, V19)

11. GLEICHHEIT  VOR  DEM  GESETZ  GOTTES                                   (5: 42)

12. DAS  RECHT  AN  STAATSANGELEGENHEITEN  TEILZUNEHMEN   (42: 38)

13. GERECHTIGKEIT  IN  ALLEN  BEREICHEN                                      (4: 135)

Sollte ein islamischer Staat verwirklicht sein, der sämtliche Gesetze Gottes umsetzt, so darf bei der Verletzung eines dieser Gesetze der Dschihad ausgerufen werden.   Da es aber zur Zeit auf dieser Welt keinen islamischen Staat gibt, der den Gesetzen Gottes, der Scharia bedingungslos gehorcht, ist zur Zeit auch niemand berechtigt zum Dschihad auszurufen.
Dshihad als islamisches Konzept kann es im persönlichen Bereich geben  --- innere Bemühung gegen das Böse und das Ego, Einsatz für Anstand und das Gute im Bereich der Gesellschaft und Einsatz im Kampf, falls und wo erforderlich.  DER höchste  DSCHIHAD   ist  der KAMPF gegen eigene Triebseele
Die Aneignung islamischen Wissens, das Sich-Bemühen auf dem Weg Gottes, Gebete, Proteste, ja sogar Demonstrationen gehören genauso zum Dschihad. Wie man also sehen kann, gehört der Dschihad nicht zu den 5 Grundsäulen des Islam, wie fälschlicherweise angenommen wird, sondern ist Bestandteil des islamischen Verhaltens.
 

Wie steht Islam zur Gewalt, Terror zu Selbstopferung im Kampf ?

"Der Islam, die Religion der Toleranz, schätzt die menschliche Seele sehr hoch ein und beurteilt Angriffe gegen unschuldige Menschen als schwere Sünde, wie aus dem 

Qur'an  Sure 5  Vers  32:    Wenn jemand einen Menschen tötet (...), so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, so ist es, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. 
Einige Leute sagten: "O Gesandter Gottes! Wer lebt den Islam am  besten?" 
Er antwortete: "Derjenige, vor dessen Zunge und Hand man sicher ist."          (Bukhârî)

Der Gesandte Gottes verbot das Töten von Frauen und Kindern." 
Der Prophet (s) wurde über die größten Sünden gefragt und er  antwortete: 
 "(Es sind): Die Beigesellung Gottes (Schirk), das Ungütigsein gegen die Eltern, 
die Tötung eines Menschen und das falsche Zeugnis."                                   (Bukhârî)
 

Was sagt der Islam zum Kampf ? 

Der Quran lehrt uns  zwei Begriffe. Der erste  Begriff ist „ Kittal „ im Sinne vom Kämpfen  Man gegen Man auch mit  Waffen und  zu meiner Überraschung  gibt es diesem Ausdruck im ganzen Quran in diesem Sinne  nur einmal.        Kämpfen ist nur  zur Selbstverteidigung, und zur Verteidigung der jenigen, die gewaltsam aus ihren Heimstätten vertrieben worden sind. Genauso ist die Verteidigung gegen Angriffe von Außen erlaubt.    Das bedeutet ganz einfach Kampf ist nur nach dem gewaltsamen Angriff eines Anderen möglich.  Für diesen Kampf sind strenge Regeln festgelegt, zu denen die folgenden Verbote gehören, Zivilpersonen zu schaden und Feldfrucht, Blumen und Vieh zu vernichten. 

Diese einzige Stelle im Koran ist Sure 2:  im Vers190  liest man:  " Und kämpft mit denjenigen auf dem Weg Gottes, die mit euch kämpfen, und übertreibt nicht, Gott liebt ja nicht die Maßlosen.“ 
(auf dem Weg Gottes  bedeutet hier kämpfen nicht aus persönlicher Hass  oder aus Rache und nur kämpfen, um den Frieden wieder herzustellen.) 
Gott betont, dass das Kämpfen nur mit dem Ziel, den Frieden wieder zu erlangen   In (Sure 8 Vers 61)  liest man   " Und wenn sie dem Frieden zugeneigt sind, so seid ihr ihm zugeneigt und vertraut auf Gott, Er ist ja, 
Er, der Hörende, der Wissende. 
 

Wie verhält sich der Islam zu Christentum und Judentum ?

Muslime, Christen und Juden führen alle ihren Ursprung auf den Propheten und Patriarchen Abraham zurück, und ihre drei Propheten sind direkte Nachkommen der Söhne Abrahams  --- Muhammed über den ältesten Sohn Ismael, und Moses und Jesus über Isaak ( Friede auf ihnen allen ).
Die Muslime achten und ehren Jesus " Friede auf ihm "ganz besonders.   Sie sehen ihn als einen der größten von Gottes Propheten und Gesandten  an.   Ein Muslim spricht nie einfach von "Jesus" , sondern fügt immer den Satz hinzu " Friede auf ihm "Der Koran bestätigt seine Jungfrauengeburt, und ein besonderes Kapitel des Korans heißt " Maria" und ehrt die Mutter Jesu.

Jesus " Friede auf ihm "wurde auf wunderbare Weise geboren, durch die selbe Macht, die Adam ohne Vater ins Dasein brachte im  Koran Sure 3: Vers 59 liest man :     " Das Gleichnis von Jesus ist ja bei Gott wie das Gleichnis von Adam, Er schuf ihn aus Erdreich, dann sprach Er zu ihm: Sei, und er war. "

Während seiner prophetischen Sendung vollbrachte Jesus " Friede auf ihm "viele Wunder.  Der Koran berichtet in Sure (3:49), dass er gesagt hat:
" Ich bin schon zu euch gekommen mit einem Zeichen von eurem Herrn, ich schaffe etwas für euch aus Lehm wie die Gestalt des Vogels, dann hauche ich in es, und es wird ein Vogel mit der Erlaubnis Gotts, und ich lasse den Blindgeborenen genesen und den Aussätzigen, und ich lasse den Gestorbenen lebendig werden mit der Erlaubnis Gotts....." 

Weder Muhammed noch Jesus kamen, um die grundsätzliche Lehre vom Glauben an den einen Gott zu ändern, die von den früheren Propheten gebracht worden war, sondern sie bestätigen und erneuerten sie.

Der Islam bestätigt im wesentlichen die im Alten Testament enthaltenen 
10 Gebote Gottes. 
Daher ergeben sich für das Verhalten des Muslims folgende Grundsätze:

1.   AN  GOTT  GLAUBEN                                          Sure 16, Vers 91, 92 und 94
2.   DEN  NAMEN  GOTTES  HEILIG  HALTEN 
3.   GOTT  VEREHREN  DURCH  GEBETE  UND  WOHLTATEN 
                               Sure 16, Vers 96 98  Sure 2: 262 -264  Sure 7: 56 -57 Sure 5:3 
4.   VATER UND MUTTER EHREN, zum Wohlergehen auf Erden              Sure 17: 24 -25
5.   NICHT  TÖTEN                                                                                Sure 17: 32-39 
6.   DU  SOLLST  NICHT  UNKEUSCH  SEIN 
7.   DU  SOLLST  NICHT  STEHLEN 
8.   KEIN  FALSCHES  ZEUGNIS  ABLEGEN                                         Sure 4: 111- 113
9.   NICHT  ANDERE  FRAUEN  ODER  KINDER  BEGEHREN                Sure 4: 20 
10. NICHT  ANDERES  GUT  BEGEHREN                                              Sure 4: 32-33
 

Es gibt zwischen Christentum und Islam gemeinsame Glaubensprinzipien,
diese sind:

Das erste gemeinsame Prinzip ist der Glaube an den einzigen Gott.

Das zweite gemeinsame Prinzip liegt in dem alleinberechtigten Anspruch Gottes auf Göttlichkeit. 

Das dritte gemeinsame Prinzip besagt, dass beide, der Islam ebenso wie das Christentum, den Menschen als ein Geschöpf betrachten, dessen Wesen über das bloß Materielle erhaben ist. Der Mensch ist für sie das ehrwürdigste von allen Geschöpfen, er ist  Verwalter Gottes auf Erden und hat ein freies, unabhängiges Wesen, das die Möglichkeit der Erkenntnis Gottes in sich trägt. 

Das vierte gemeinsame Prinzip liegt darin, dass sich das dem Menschen geziemende Tun nicht allein auf das Beten beschränkt. Seine besten Taten sind das Bemühen des Menschen, das Leiden der anderen zu lindern, ihnen zum Leben zu verhelfen.

Das fünfte gemeinsame Prinzip lautet: Gott hat seine Offenbarung als Hilfe für den menschlichen Verstand und als dessen Wegweiser vorgesehen.

Das sechste gemeinsame Prinzip schließlich ist, dass die Verkündigung der Botschaft Gottes nicht alleine Sache der Propheten ist. Alle Menschen, die Gott leitet, werden zu Treuhändern der Botschaft Gottes und müssen ihre ganze Existenz dafür einsetzen, diese Botschaft anderen Menschen näherzubringen. 

Das siebte gemeinsame Prinzip ist, dass die Sicherung der sozialen Gerechtigkeit und die Entfaltung des Menschen im weitesten Sinn des Wortes das Hauptprogramm des Staates darstellt.
Der ganze Inhalt der angeführten Prinzipien ist eine Botschaft Gottes, und sie ist allen Menschen mitzuteilen. So sind sowohl Islam wie Christentum Religionen der Belehrung und der Verkündigung. Diese Prinzipien bilden aus unserer islamischen Sicht die wichtigsten gemeinsamen Glaubensgrundsätze des Islams und des Christentums, und zwar aus der Sicht des Korans.  Diese Prinzipien verpflichtet und berichtigt uns zur Gemeinsamkeiten für Frieden , Gerichtigkeit, Dialog und auch gemeinsame Gebete.

Papst Paul VI hat 1967 in Istanbul formuliert, dass Muslime und Christen aufgerufen sind, zusammen für soziale Gerechtigkeit, moralische Werte, Frieden und Freiheit einzutreten. Während Judentum, Christentum und Islam aus der selben abrahamitischen Wurzel stammen, war in der Geschichte die Beziehung zwischen Christen und Muslimen  oft  von Konflikt und Rivalität geprägt.  Deswegen erschweren leider bis heute gegenseitige Unkenntnis und Verurteile ein zusammenleben und wirken in Respekt und Vertrauen, so dass oft ein ganz neuer Ansatz gemacht werden muß, damit wir überhaupt 
1. einander kennenlernen,  2. Gemeinsamkeiten finden durch Dialog, 3.Gemeinsam handeln.

Unser Gott im Islam verpflichtet uns an andere monotheistische Religionen zu glauben, weil sie ebenfalls von Gott kommt.  Die Muslime sollen mit dem Volk der Schrift (Christen und Juden ) Achtung und Respekt erweisen und mit ihnen in beste Art und Weise ein Dialog führen. Die Beweise für Akzeptanz, gemeinsames Handeln und sogar den einzigen gemeinsamen Gott anbeten sind folgende Verse aus dem heiligen Quran zu lesen. : 

Im Quran Sure 29: Vers 46 :  Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift; es sei dann auf die beste Art und Weise; doch (streitet überhaupt nicht) mit denen von ihnen, die ungerecht sind. Und spricht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unsere Gott und euer Gott ist Einer;  und Ihm sind wir ergeben." 
 

Im Koran 42: 13    "   Er verordnete für euch die Religion, die er Noah anbefahl und die Wir dir offenbart haben und die Wir Abraham und Moses und Jesus anbefohlen haben.   Nämlich die, in der Einhaltung der Gebote standhaft  zu bleiben und euch deswegen nicht zu spalten. 

In Sure 49: Vers 13 :  „O ihr Menschen, wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget. „

In Sure 2: Vers 136  : „Sprecht: "Wir glauben an Gott und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist.  Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir Ergeben   „ 

Im Quran Sure 2: Vers 62: " Wahrlich, diejenigen, die glauben, und die Juden und die Christen und Nazarener und die Sabäer, wer immer  an GOTT glaubt und an den Jüngsten Tag und Gutes tut -  diese haben ihren Lohn bei ihrem Herren und sie werden weder Angst noch werden sie traurig sein" 

In Sure 2 Vers 256 :  " Es gibt keinen Zwang im Glauben. “ 

Im Quran Sure 9: Vers 6  " Und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewäher ihm Schutz, bis er Gotts Worte vernehme; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies, weil sie ein unwissendes Volk sind.   " 

In Sure 10: Vers 99  " Und wenn dein Herr gewollt hätte, würde die, die auf die Erde sind, alle zusammen gläubig werden. Willst du also die Menschen dazu zwingen, 
Gläubig zu werden. " 

Unser Prophet ( Friede mit ihm ) sagte:
" Wer einem Juden oder Christen Unrecht tut, gegen den trete ich selbst  als  Ankläger auf , am Tage des Gerichts.“

 Beim Gebet wenden sich die Muslime in Richtung Mekka, zur Kaaba, dem größten muslimischen Heiligtum, dem Haus Abrahams , das die Einheit aller Gläubigen symbolisiert .   Gott Abrahams verpflichtet die Muslime in Richtung Haus Abrahams 
zu Beten, um die Gemeinsamkeiten des Dienen und des Betens alle monotheistische Religionen   (Christen und Juden)  zu symbolisieren und vereinen. 
In unsereren heutigen, sich rasch verändernden Welt, in der alte Feindbilder bröckeln und neue aufgebaut  werden, ein friedliches Zusammenleben der Menschen und Völker überhaupt nicht möglich, wenn kein Religionsfriede hersche.
Prof. Hans Küng sagte „ Ohne Religionsfrieden ist Weltfrieden nicht möglich. „

Dieser Frieden wird realisiert durch Gebete und gemeinsames Engagement der Muslime und Christen für Folgendes:
- Solidarität gegenüber Völkermord und Aggression
- Al-Quds ( in Palastina) – Ort des Friedens für Juden, Christen und Muslime
- Absage an Terrorismus und Staatsterrorismus
- Atom- und massenvernichtungswaffenfreie Zonen, speziell im Nahen Osten
- Bewahrung der Umwelt   - Stärkung der Rechte der Frauen   - Vertrauen in die Jugend
Durch Gebete und gemeinsame Engagment  wird kein Spielraum mehr für FUNDAMENTALISTEN, Rechtsradikalen und EXTREMISTIEN.
Ich bin sicher wenn Jesus und Mohammed „Friede sei mit ihnen“ heute zwischen uns leben , hätten sie gemeinsam den einzigen gemeinsamen Gott angebetet und für Gerechtigkeit und Frieden gemeinsamen  gebetet. 



Kurzfassung: Der Islam ist die Religion des Friedens.

Ziele des Islam: 
Der Islam befasst sich mit dem Diesseits genauso mit dem Jenseits.    Seine Ziele im Leben sind sittliche Vollkommenheit, soziale Fortschritt, wirtschaftliche Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische Vernunft und Frieden  zur Erreichung wahren menschlichen Glücks in diesem Leben zu verwirklichen.

Glaubens-Artikel: 
Glaube an 
1.) Gott 
2.) die Engel 
3.) die offenbarten Bücher 
4.) die gesandten Gottes 
5.) das Jenseits 
6.) die Vorherbestimmung von Gut und Böse 
7.) die Auferstehung nach dem Tod

Die 5 Säulen des Islams:  
1.) Die Glaubnistbekenntnis an die Einheit Gottes und die göttliche Sendung   Mohammeds 
2.) Die fünf  Mal tägl. Gebete 
3.) Das Fasten 
4.) Die Armenspende 
5.) Die Pilgerfahrt

Die Gleichheit aller Menschen:  -   Gerechtigkeit in allen Berreichen:
Die Ehre und Würde schützen durch Gottesgesetze in der Politik, in der Wirtschaft und 
im Sozialen in einer islamischen Nation für Muslime und nicht Muslime.

AS-Salamu Alaikum 
Mona + Sami Khairy 

Quellen : Al-Fadschr –Zeitschrift 
              Die Tablig (al-islaam)
              Zentralrat (Islam.de)
              Weltanschauung Maududi
              Informationszentrale, Islamisches Zentrum München
              World Assembly Youth
 

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letzte Aktualisierung: 2. November 2002

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Ansprechpartner: Dipl.-Theol. Ewald Wirth M.A.