RELIGIONEN IN HANNOVER
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Deutschsprachiger Muslimkreis Hannover

SAMI KHAIRY
 
Der Fastenmonat Ramadan

Ramadan mubarak! 

Der islamische Muslimkreis-Hannover wünscht allen Muslimen, 
Brüdern und Schwestern einen gesegneten Fastenmonat. 
Der Ramadan ist der beste Monat des Jahres. 
Wir bitten Allah, den Erhabenen, 
uns Erfolg beim wahren Fasten zu schenken 
und uns durch seine Gunst die guten Ergebnisse dieses Fastens 
zuteil werden zu lassen.

Das Wort " Ramadan"  ist abgeleitet von der Wortwurzel "R-M-Dh" was "Hitze" und "Ruhelosigkeit" anzeigt. Es wird gesagt, daß der Name des Monats die Härte anzeigt, die das Fasten begleitet, wie Durst und verhältnismäßige Ruhelosigkeit.  Aber die beste Erklärung wurde vom Heiligen Propheten selber gegeben, der die letzte Autorität für alle Dinge war. Er sagte: "Ramadan verbrennt die Sünden und Fehler, wie das Feuer das Holz verbrennt." 

Imam Muhammad al-Baqir erzählte einem seiner Gefährten: "0 Dschabir !   Wer immer während des Ramadan bei Tage fastet, für Gebete in Teilen der Nacht steht, seine sexuellen Begierden und Gefühle beherrscht, seiner Zunge Zügel anlegt, seine Augen niederschlägt und nicht die Gefühle anderer verletzt, wird von Sünden frei werden, wie er am Tag der Geburt war." Dschabir sagte: "Wie rauh sind diese Bedingungen!" 

Hast Du Mut genug, um zu versuchen, diese "rauhen" Bedingungen in diesem Ramadan zu erfüllen und befreit zu werden von der Kette der vergangenen Sünden?

Der Heilige Monat Ramadan ist der einzige gesegnete Monat, der im Heilgen Qur’an erwähnt wird, da dieser Monat einige spezifische Besonderheiten besitzt. Der Heilige Qur’an wurde in der Laylat-ul-Qadr dieses Monats dem Propheten Mohammad (s.a.s.) offenbart.

In einer Überlieferung des Propheten heißt es, daß Gott, der Erhabene, 104 Bücher offenbarte. Es wird gesagt, daß alle diese Bücher im Monat Ramadan gesandt wurden. Gemäß verschiedener Überlieferungen wurde die Thora Moses am 6. Ramadan, das Evangelium Jesus am Abend des 12. Ramadan, die Psalmen Davids am Abend des 8. Ramadan und die Schriften Abrahams am Abend des 1. Ramadan offenbart.

Aus diesem Grund wird dieser Monat auch der Monat der Offenbarung und Sendung der Propheten genannt und als Monat Gottes bezeichnet, in dem sich der Lohn für Gottesdienst und gute Taten um ein vielfaches mehrt.

Von Imam Ali (a) wird überliefert, daß er sagte, daß der Prophet eines Tages eine Ansprache hielt, worin er sprach: 

"O ihr Menschen! Der Monat Gottes mit seinem Segen, seiner Gnade und seiner Verzeihung ist euch nahe, der Monat, der bei Gott der beste aller Monate ist. Seine Tage sind die besten aller Tage, seine Nächte sind die besten aller Nächte und seine Stunden sind die besten aller Stunden. In diesem Monat seid ihr als Gäste Gottes eingeladen und ihr werdet reichlich geehrt durch Gott. Jeder Atemzug in diesem Monat ist eine Lobpreisung, euer Schlaf in diesem Monat ist Gottesdienst, eure guten Taten werden akzeptiert und eure Bittgebete werden erhört..."

Durch diese Besonderheiten ist das Fasten in diesem Monat zur Pflicht gemacht worden, es ist ein besonderer Gottesdienst, der viele verschiedene Ergebnisse bewirkt, wie sonst zu keiner Zeit bei anderen gottesdienstlichen Handlungen erzielt werden können.

In einer Heiligen, Göttlichen Überlieferung vom Propheten (s.) folgendes:

"Alle guten Taten der Menschen sind für sie selbst, bis auf das Fasten, denn dieses ist für Mich und mit diesem werde Ich entlohnt."

Das Fasten ist somit der einzige Gottesdienst den Gott, der Erhabene, seinen Propheten und deren Gemeinschaften als Pflicht auferlegt hat. Gott, der Erhabene, sagt im Heiligen 

Qur’an, Sura Al-Baqara, Vers 183-186 :


"O die ihr glaubt! Fasten ist euch vorgeschrieben, wie es denen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr euch schützet." (183)

(Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten). Und wenn einer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Fastens auferlegt). Und diejenigen, die es (an sich) leisten können, sind (wenn sie es trotzdem versäumen) zu einer Ersatzleistung (fidya) verpflichtet, (nämlich) zur Speisung eines Armen. Und wenn einer freiwillig ein gutes Werk leistet, ist das besser für ihn. Und es ist besser für euch, ihr fastet, wenn (anders) ihr (richtig zu urteilen) wißt.(184)

(Fastenzeit ist) der Monat Ramadaan, in dem der Koran (erstmals) als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist, und (die einzelnen Koranverse) als klare Beweise (baiyinaat) der Rechleitung und der Unterscheidung (? al-furqaan). Und wer von euch während des Monats anwesend ist, soll in ihm fasten. Und wenn einer krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Versäumten auferlegt). Allah will es euch leicht machen, nicht schwer. Macht darum (durch nachträgliches Fasten) die Zahl (der vorgeschriebenen Fastentage) voll und preist Allah dafür, daß er euch rechtgeleitet hat! Vielleicht werdet ihr dankbar sein. (185)

Und wenn dich meine Diener nach mir fragen, so bin ich (ihnen) nahe und erhöre, wenn einer zu mir betet, sein Gebet. Sie sollen nun (auch ihrerseits) auf mich hören und an mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen.(186)

Am Anfang des Verses (183) heißt es:  "O die ihr glaubt! Fasten ist euch vorgeschrieben, wie es denen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr euch schützet."

Und am Ende des Verses (185) heißt es:  "...daß ihr dankbar sein möchtet."

Aus diesen zwei Versen ist ersichtlich, daß alle Ergebnisse dieses wichtigen Gottesdienstes auf zwei Punkte zurückzuführen sind, nämlich folgende:

Gottesfürchtigkeit und Dankbarkeit Gott gegenüber.

Gottesfürchtigkeit bedeutet die Sorge eines jeden um Ablehnung von Schlechtem und Sündhaftem, und Dankbarkeit bedeutet die Erkenntnis der Gunst Gottes und die Dankbarkeit dafür, und diese beiden Punkte entspringen dem Fasten.

In einer Überlieferung hat Imam al-Sadeq dieses erklärt:    "...Das Fasten vernichtet die schlechten Wünsche des Egos sowie die tierischen Begierden. Durch das Fasten wird das Herz geläutert, die Organe des Körpers gereinigt und Körper und Geist werden erneuert. Beim Fasten danken wir für Gottes Gunst, spenden den Armen, Ergeben und Gott und sind demütig vor Ihm und suchen Schutz bei Ihm. Beim Fasten zerstreut sich maßloses Verlangen, die Schlechtigkeit verringert sich und das Gute mehrt sich. Das Fasten birgt zahlreiche Vorteile."

Dieses sind Resultate des Fastens, die bei Menschen Gottesfürchtigkeit und Dankbarkeit entwickeln, wie in den vorgenannten Versen des Heiligen Qur’an beschrieben wurde.

FRUCHT DES FASTENS 

"Der Monat Ramadan ist der Monat Gottes, bringt Gottes Segen, Gnade und Vergebung." 
(sagte der Prophet (s)) 

Der Monat Ramadan gibt uns eine Chance, das Leben neu zu beginnen. Während dieses Monats sollten die Muslime Entschlüsse fassen, nach denen sie das ganze Jahr handeln werden. Dies ist der Monat, wo die Gefühle unter der Kontrolle der Vernunft bleiben. Die Gedanken sind in diesem Monat nicht wild, die Gefühle sind nicht hart. Vergebung, Großzügigkeit und Gottesliebe durch die Liebe Seiner Geschöpfe werden in unsere Seelen eingeflößt. Natürlich ist es die beste Zeit, um zu entscheiden, wie wir im kommenden Jahr durch das Leben gehen werden. Wir sollten wissen, was wir erreichen wollen und wie wir das erreichen wollen. 

Warum beginnst Du nicht jetzt schon. Dein Programm zu machen? Und wenn Du die Liste Deiner Vorhaben fertig gestellt hast, hier ist ein einfacher Test, um zu sehen, wie viel Du aus dem Ramadanfasten Nutzen gezogen hast. 

Schließest Du in Deine Entschlüsse solche Posten ein wie Hilfe für den Bedürftigen (nicht nur ein paar Euros ihm geben, sondern ihm helfen, auf eigenen Beinen zu stehen)? Hast Du daran gedacht, den Alten mehr Respekt zu zeigen, sie zärtlicher als jene zu lieben, die jünger sind? Gibt es irgendeine Hilfe für Deine Nachbarn und Freunde? Hast Du irgendeine Neigung, Deinen Feinden zu vergeben?   Hast Du beschlossen, rechtschaffener und aufrichtiger zu leben? Und darüber hinaus, gibt es irgendeinen Raum für Gott und Seinen Propheten (s.) in Deinen Gedanken und Programmen? 
Zunge: Erzähle nicht Lügen oder nutzlose Geschichten; verbreite keine Gerüchte oder schädigendes Geschwätz über andere Personen; halte Dich fern von Falschheit. Benütze die Macht der Sprache, um das Wort Gottes zu verbreiten, um guten Willen in der Gesellschaft zu schaffen. 

Hand: Füge anderen durch Deine Aktionen kein unrecht zu; strebe stattdessen darnach ihnen zu helfen soweit als Du kannst. 

Füße: Gehe nicht hin zu verbotenen Plätzen, wie Bars und Kinos. Renne nicht zwischen den Leuten herum, um einen Aufruhr zu entfachen. Gehe hin zu jenen Plätzen, wo Gottes gedacht wird; und Deine Bewegungen sollten die Leute zusammenbringen. 

Und über all dem. Dein Herz und Dein Verstand müssen beim Fasten sein. Denn das Fasten, in seiner wirklichen Bedeutung, wird nicht vollkommen sein, bis nicht Deine Gedanken, Gefühle, Aktionen - kurz, alle Aspekte Deines Lebens - rein, sauber und tadellos werden.

Wie ihr wisst, fängt der Fastenmonat Ramadan erst an, wenn der Neumond zu sehen ist. 
 
 

DIE Dua (Bittgebet), NACHDEM DER NEUMOND GESICHTET IST 

Wenn der aufsteigende Mond erblickt wird, erhebt Eure Hände zum Himmel und betet wie folgt: 

"0 aufsteigender Mond! Mein Herr und Dein Herr ist Allah; Er ist der Herr der Welten." 

"0 Allah! Segne mich in diesem Monat mit Friede, Sicherheit und Seelenruhe. 0 Allah! Mache diesen Monat voll der Segnungen für mich und wende von mir Verruchtheit (Bosheit) und alle unwerten Dinge."

Was würde man nur machen, wenn es den Mond auf einmal nicht mehr gäbe? Wenn ihr euch nicht vorstellen könnt, dass der Mond ganz verschwinden könnte, dann hört diese Geschichte, was Nasreddin Hodscha einmal erlebte... 

Eines Nachts hatte Nasreddin Hodscha großen Durst. Er ging in den Garten hinaus, denn zu seiner Zeit holte man das Wasser noch vom Brunnen. Als er sich über den Brunnen beugte, um Wasser zu ziehen, durchfuhr ihn ein gewaltiger Schreck: der Vollmond sah von der Wasseroberfläche zu ihm empor.   Verzweifelt überlegte der Hodscha: "Der Mond ist in den Brunnen gefallen. Ich muss ihn retten."

Schnell holte er ein Seil, befestigte einen Haken daran und ließ das Seil in den Brunnen hinunter. Dann begann er, das Seil wieder hochzuziehen. Er musste sich sehr anstrengen, denn das Seil hatte sich im Brunnen verhakt, während Hodscha unter dem vermeintlichen Gewicht des Mondes stöhnte.
Plötzlich hielt das Seil dem kräftigen Ziehen nicht mehr stand und riss. Nasreddin Hodscha fiel auf den Rücken, und dabei erblickte er über sich am Himmel den Mond. 

"Gott sei Dank, es ist mir gelungen, den Mond zu retten," seufzte der Hodscha so erleichtert, dass er seinen schmerzenden Rücken ganz vergaß. 

   Bittgebet nachdem Fasten und vor dem Iftar : 

”O Allah, um Deinetwillen habe ich gefastet und an Dich geglaubt und mit Deiner Versorgung breche ich das Fasten. Im Namen Allahs, des Allbarmherzigen, des Gnädigen”, 

"0 Allah! Segne mich in diesem Monat mit Friede, Sicherheit und Seelenruhe. 

0 Allah! Mache diesen Monat voll der Segnungen für mich und wende von mir Verruchtheit (Bosheit) und alle unwerten Dinge." 

Anregungen für die Muslime 

Gute Dinge, die Du im Ramadan zusätzlich freiwillig ausüben solltest:

  • Lies häufig in diesem gesegneten Monat den Qur'an-il-Karim. 
  • Verbringe besonders die letzten zehn Tage des Ramadan in der Moschee mit der Absicht des Sich-Zurückziehens (I^tikaf). 
  • Verrichte die Tarawih-Gebete. 
  • Lade zum Fastenbrechen ein und gib den Fastenden Speisen - so erhälst Du die gleiche Belohnung wie die des Fastenden dazu. 
  • Iss und trink im letzten Teil der Nacht vor dem Eintreten der Morgendämmerung, denn darin liegt viel Segen und Belohnung und damit Dich diese Nahrung während des Tages beim Fasten unterstützt. 
  • Spende viel! 
  • Lass das Fasten nicht der Grund dafür sein, dass Du aufbrausend oder wütend wirst. Im Gegenteil: das Fasten sollte Deiner Seele Frieden und Ruhe bringen. 
Liebe Bruder, liebe Schwester! Nutze die günstige Gelegenheit im Fastenmonat Ramadan und...
  • Bewahre Deine Zunge vor dem Lügen, Fluchen, Lästern und dem Verleumden, weil es die Belohnung für Dein Fasten verringert. 
  • Sei Dir immer bewusst, dass Allah ta^ala Dich sieht, im Verborgenen wie in Öffentlichkeit - dies steigert Dein Gottesbewusstsein (Taqwah) und hilft Dir die schlechten Dinge zu vermeiden, Deine Pflichten zu verrichten und viele gute Handlungen zu tun; sei Ihm dankbar für die Gnaden, die Er Dir erweist und sei standhaft im Gehorsam gegenüber Allah. 
  • Bereue aufrichtig Deine Sünden und verlasse die schlechten Dinge und beabsichtige Dich nie wieder ihnen zu nähern - denn Allah ta^ala akzeptiert die aufrichtige und vollkommene Reue der Bereuenden. 
  • Sprich viele Bittgebete für Dich, Deine Eltern, Deine Kinder und die Muslime. 
  • Wenn Du Allah gedenkst (Dhikrullah), dann bitte viel um Vergebung und bitte Ihn um das Paradies und um Schutz vor dem Höllenfeuer.
Von Abu Da'ud wurde überliefert, dass der Gesandte beim Fastenbrechen
gesagt hat: „ Oh Allah, für Dich (um Dein Wohlgefallen) habe ich gefastet, und mit Deiner Versorgung habe ich das Fasten gebrochen. „

Es ist gut, dieses zu sagen, und empfohlen, dass Fasten durch Essen einer Dattel zu brechen, und wenn keine vorhanden ist, dann durch Trinken von Wasser.

Wir bitten Allah ta^ala uns zu schützen, damit wir im Ramadan und auch sonst keine Sünden begehen. 

Wir bitten Allah ta^ala uns darin zu stärken, dass wir unsere Pflichten verrichten und viele freiwillige Dinge tun.

Wir fasten aus reinem Glauben und in der Hoffnung auf die Vergebung und den Lohn von Allah, dem Herrn der Welten.

Oh Allah, Du bist der Vergebende, liebst es zu vergeben, so vergib uns. Amin!
 

Das Fasten

Wisse: das Fasten hat eine Besonderheit , die es sonst nicht gibt , nämlich die Bindung an Allah den Mächtigen und Erhabenen von der er spricht :
" Das Fasten geschieht um Meinetwillen und Ich lohne es "  ( hadith qudsi ). 
Und diese Bindung bewirkt seinen hohen Rang , wie das Heilige Haus ( in Mekka ) durch die Bindung an IHN seinen hohen Rang erhält, nach Seinem Wort : 
" und reinigt mein Haus "   ( Sure 22, 26 ) 

Die Vorzüge des Fastens sind zweierlei:

erstens ist es ein verborgenes , innerliches Tun, das niemand sehen kann.

zweitens ist es eine Kraft gegen Allahs Feind , weil die Mittel dieses Feindes die Begierden sind , die durch Essen und Trinken gestärkt werden, und wo der Boden der Begierden fruchtbar ist , dort kehren die Teufel immer wieder zu diesem Weidegrund zurück. Doch durch das Ablassen von den Begierden werden ihnen diese Zugänge enggemacht .Und über das Fasten gibt es zahlreiche Mitteilungen , die auf seine Vorzüge hinweisen und allgemein bekannt sind.

Wünschenswert sind die Freigebigkeit , das Gute Handeln und viel Sadaqa (Almosen) zu geben nach dem Beispiel des Propheten (s).
Wünschenswert ist weiterhin den Q´ran zu studieren , im Ramadan Itikaf zu machen , besonders in den letzten 10 Tagen und dabei das Bemühen zu vermehren.
Aischa berichtet , die gesagt hat :" Allahs Gesandter (s) pflegte , wenn die letzten 10 (Tage) kamen , seine Anstrengung zu verstärken , nachts wach zu bleiben und seine Familie auf zu wecken."

Fasten  ist Plicht für jeden geistig , körperlich und reifen gesunden Muslim.

Es beginnt , wenn sich die neue Mondsichel zeigt und endet beim Erscheinen der nächsten Mondsichel.

Der Muslim fastet vom Morgengrauen bis Sonnenuntergang, ,  Sunna des Propheten (s) ist es , das Fasten unmittelbar nach Sonnenuntergang zu brechen und das Suhur( das Essen vor Beginn des Fastens) bis zum Morgengrauen aufzuchieben.

Wenn es fraglich ist , ob es schon Fadschr ist , sollte nichts mehr gegessen werden.
Am Tage des Zweifels ( jaum el schakk ) wird nicht in der Annahme gefastet , dass es ein Tag des Ramadans ist. Fastet jemand an diesem Tag , wird es nicht gezählt..

Fasten, bedeutet in religiöser Beziehung sprachlich Enthaltung des Essens oder der Speise ,  das Enthalten des Essens , des Trinkens und des Geschlechtsverkehrs.
Ein Reisender , der von seiner Reise zurückkehrt, auf der er nicht das Ramadanfasten gehalten hat , oder eine Frau , bei der während des Tages im Ramadan die Monatsblutung aufhört , darf für den Rest des Tages Essen und Trinken.

Wer aber absichtlich ein freiwilliges Fasten bricht, oder reist, während er freiwillig fastet und es dann wegen der Reise bricht, sollte diesen Tag nachfasten. Bricht jemand ein freiwilliges Fasten unabsichtlich, braucht er es nicht nach zu fasten.

Es ist nicht zu mißbilligen , sich Blut abnehmen zu lassen, es sei denn , man befürchtet  Erschöpfung.

Wenn sich jemand unabsichtlich übergibt , bedarf es keiner Wiedergutmachuung.
Wer sich absichtlich übergibt, muss nachfasten.

Eine schwangere Frau, die um ihr Baby fürchtet, braucht nicht zu fasten und auch keine Armen speisen. Ebenso braucht eine stillende Mutter nicht zu fasten.

Ein alter Mensch, der zu schwach ist zu fasten soll die Armen speisen.
Das gilt auch für jemanden , der aus Nachlässigkeit nachzuholendes Fasten von einem vorherigen Ramadan nicht bis zum nächsten nachgeholt hat.  Dieser soll  ( entsprechend der Anzahl der versäumten Tage )  die Armen speisen.

Fasten ist für Kinder keine Pflicht, mit Erreichen der Pubertät übernehmen Muslime das Fasten sowie alle anderen religiöse Pflichten.

Wacht ein Mann in großer ritueller Unreinheit auf und badet nicht , fastet er ebenso wie eine Frau , deren Menstruation vor Morgengrauen aufhört , die aber bis nach dem Fadschr nicht geduscht hat.

Es ist nicht erlaubt an den Feiertagen Idu-L-fitr oder Idu-L-adha zu fasten.

Wenn jemand unabsichtlich während der Tageszeit im Ramadan isst, muss er nur diesen Tag nach-fasten ; das gilt auch für den , der während dieses Monats wegen einer Krankheit das Fasten bricht.

Unternimmt jemand eine Reise auf der er das Gebet verkürzen darf , steht es ihm frei zu fasten , auch wenn ihm das Fasten während der Reise nicht schwer fällt. Auf jeden Fall muss er nachfasten , was er ausläßt.

Die Kaffara-Buße wird für den verpflichtend , der es ablehnt zu fasten oder das Fasten absichtlich durch Essen , Trinken oder Geschlechtsverkehr gebrochen hat. Die Kaffara- Buße kann in Form der Speisung von sechzig Armen verbüßt werden.
Alternativ gibt es auch die Möglichkeit der Kaffara in Form der Befreiung eines Gefangenen oder   zwei Monate hintereinander zu fasten.
Der Fastende enthält sich unnützen Geredes und allen tadelswerten Dingen.
Er zeigt gebührende Ehrfurcht vor dem , was Allah  ( gepriesen sei ER ) , gemacht hat.

Und Allah (t) Weiß es am Besten

As-Salamu Alikum
Sami Khairy , Tel: 0511-6498386

Quellen :  Al-Fadschr –Zeitschrift 94 , Die Tablig (al-islaam) ,   Zentralrat (Islam.de) ,  Informationszentrale, Islamisches Zentrum München ,   World Assembly Youth

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letzte Aktualisierung: 2. November 2002

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Ansprechpartner: Dipl.-Theol. Ewald Wirth M.A.