RELIGIONEN IN HANNOVER
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Deutschsprachiger Muslimkreis Hannover

SAMI KHAIRY
 
Der Islam verpflichtet die Muslime zum Dialog 
Grundsätze des Dialoges aus dem Quran

Der Islam verpflichtet die Muslime zum Dialog

Die meisten Muslime fühlen sich dem Christentum verbunden durch:

  • Die gemeinsame 10 Gebote und besonders „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." 
  • Die Erkennung Juden, Christen u. Islam als die drei Buchreligionen
  • Ein Muslim darf muslimische, christliche oder jüdische Frauen heiraten
  • Muslime dürfen in einer christlichen Kirche beten
  • Muslime ehren Jesus Christus sehr
  • Muslime achten Jesus, weil er die Liebe in vollendete Form gelebt und geprägt hat
  • Christen und Muslime stammen von dem Stammvater Abraham ab. Wir stammen aus einer Familie und sind die Christen unsere Brüder
  • Sie sind Brüder durch die Glauben dem Einen gemeinsamen Gott
  • Es gibt zwischen Christentum und Islam gemeinsamen Glaubensprinzipien, sie sind :                     1.  Prinzip ist der Glaube an den einzigen Gott.                                                                         2.  Prinzip liegt in dem Alleinberechtigten Anspruch Gottes auf Göttlichkeit.                                    3.  Prinzip besagt, dass beide, der Islam ebenso wie das Christentum, den Menschen als ein Geschöpf betrachten, dessen Wesen über das bloß Materielle erhaben ist. Der Mensch ist für sie das ehrwürdigste von allen Geschöpfen, er ist Verwalter Gottes auf Erden und hat ein freies, unabhängiges Wesen, das die Möglichkeit der Erkenntnis Gottes in sich trägt.                               4.  Prinzip liegt darin, dass sich das dem Menschen geziemende Tun nicht allein auf das Beten beschränkt. Seine besten Taten sind das Bemühen des Menschen, das Leiden der anderen zu lindern, ihnen zum Leben zu helfen.                                                                                          5.  Prinzip lautet: Gott hat seine Offenbarung als Hilfe für den menschlichen Verstand und als dessen Wegweiser vorgesehen.                                                                                                6. Prinzip schließlich ist, dass die Verkündigung der Botschaft Gottes nicht alleine Sache der Propheten ist. Alle Menschen, die Gott leitet, werden zu Treuhändern der Botschaft Gottes und müssen ihre ganze Existenz dafür einsetzen, diese Botschaft anderen Menschen näher zu bringen.                                                                                                                                     7. Prinzip ist, dass die Sicherung der sozialen Gerechtigkeit und die Entfaltung des Menschen im weitesten Sinn des Wortes das Hauptprogramm des Staates darstellt.
Der ganze Inhalt der angeführten Prinzipien ist eine Botschaft Gottes, und sie ist allen Menschen mitzuteilen. So sind sowohl Islam wie Christentum Religionen der Belehrung und der Verkündigung. Diese Prinzipien bilden aus unserer islamischen Sicht die wichtigsten gemeinsamen Glaubensgrundsätze des Islams und des Christentums, und zwar aus der Sicht des Korans.  Diese Prinzipien verpflichtet und berichtigt uns zur Gemeinsamkeiten für Frieden , Gerechtigkeit, Dialog und auch gemeinsame Gebete.


Als Muslim fragt man sich, warum diese Feindschaft, Desinteresse. Wir achten die Christen wie es erwähnt wurde und haben gegen die Christen nichts getan. Im Gegenteil haben die Christen einen heiligen Krieg im Namen Christus gegen die Muslime.    Viele von uns sind Fassungslos.

Viele versuchten gern politische Scheiterung, undemokratische Verhältnisse, Menschenrechtsverletzungen und Armut dem Islam unterzuschieben. 
Auch verbinden sie Traditionen Aberglaube mit dem Islam.

Die Resultat, die Muslime haben sich zurückgezogen in ihren Moscheen, Kaffeehaus und Clubs.
Sie fühlen sich unerwünscht, überflüssig und keiner für sie zu integrieren interessiert.

Sie fühlen sich 2. Klasse Menschen die Folge ist Verurteile, Hass und Ängste.
Sie wurden als Sündenbock für alles Negative z.B. Kriminalität, Arbeitslosigkeit, Armut und Unfähigkeit sich anzupassen.

Sie werden aber akzeptiert als für ihre Musik, Tanz und Volklore.
Nach dem 11. September waren die Muslime und der Islam Schuld ohne die nötige Aufklärung.   Aus wirtschaftliche Gründe haben den Islam zu differenzieren, dass nicht alle Muslime Terroristen.

Grundsätze des Dialoges aus dem Quran:

„O ihr Menschen, wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander erkennen möget." Quran 49: 13

„ sprecht : Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben."  Quran 2: 136 

"Wahrlich, diejenigen, die glauben, und die Juden und die Christen und Nazarener und die Sabäer, wer immer  an GOTT glaubt und an den Jüngsten Tag und Gutes tut -  diese haben ihren Lohn bei ihrem Herren und sie werden weder Angst noch werden sie traurig sein." Quran 2: 62 

"Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. " Quran 2: 256 

"Und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehme; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen."  Quran 9: 6

"Und wenn dein Herr gewollt hätte, würde die, die auf die Erde sind, alle zusammen gläubig werden. Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubig zu werden." Quran 10: 99 

"Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift; es sei dann auf die beste Art und Weise; doch (streitet überhaupt nicht) mit denen von ihnen, die ungerecht sind. Und spricht: "Wir glauben an das, was zu uns herabgesandt wurde und was zu euch herabgesandt wurde; und unsere Gott und euer Gott ist Einer; und Ihm sind wir ergeben." Quran 29: 46 


Einige überlieferte Aussprüche des Propheten

Der Prophet (a.s.) sagte:

'GOTT hat keine Barmherzigkeit für jemanden, der keine Barmherzigkeit für andere hat.'

'Niemand von euch ist ein wahrer Gläubiger, bis er seinem Bruder das Gleiche wünscht wie sich selbst.' 

'Wer sich satt ißt, während sein Nachbar hungrig ausgeht, ist kein Gläubiger.' 

'Der ehrliche und vertrauenswürdige Geschäftsmann befindet sich in der Gesellschaft der Propheten, Wahrhaftigen und Märtyrer.' 

'Stark ist nicht, wer den anderen niederschlägt, sondern wirklich stark ist, wer sich im Zorn beherrscht.' 

'GOTT richtet nicht nach eurem Äußeren, sondern Er schaut in eure Herzen und sieht eure Taten.' 

'Ein Mann ging seines Weges und fühlte großen Durst. Als er zu einem Brunnen kam, stieg er hinab, stillte seinen Durst und kam wieder herauf. Da sah er einen Hund, dessen Zunge heraushing und der den Schlamm leckte um seinen Durst zu stillen. Dem Mann wurde bewusst, dass der Hund den gleichen Durst empfand, wie er selbst. Er stieg nochmals in den Brunnen herab, füllte seinen Schuh mit Wasser und gab es dem Hund zu trinken. Für diese Tat vergab GOTT ihm seine Sünden. Der Prophet (a.s.) wurde gefragt: 'Gesandter GOTTES, werden wir für unsere Güte gegenüber Tieren belohnt?' Er sagte: 'Es gibt eine Belohnung für die Güte gegenüber jedem Lebewesen.'

Aus den Hadithsammlungen von Buchari, Muslim, Tirmidhi und Bayhaqi.

Nur eine Vision?

Eine große Familie, die Familie der Menschheit 
DIESE  GEMEINSCHAFT  ERMÖGLICHT  GLÜCK,  GERECHTIGKEIT,  FRIEDEN...  FÜR  ALLE

MÖGEN  WIR  UNTER  DENEN  SEIN,
DIE  DIE MENSCHHEIT FÄHIGER MACHEN 
UND DIE VERKLÄRUNG  DER  ERDE  BEWIRKEN 
Avesta, Yasna 30,9

Eine der vielleicht bedeutendsten Veränderungen im 21. Jahrhundert wird die Rückkehr der Geistigkeit sein. Die Menschheit wird dem Mysterium der Welt mit mehr Ehrfurcht begegnen und für ihr eigenes Schicksal und das der Erde mehr  Verantwortung übernehmen.

Gerade im Zuge der Globalisierung verfestigt sich das Bewußtsein: Wir haben nur diesen einen Planeten. Wir müssen mit ihm genauso pfleglich umgehen wie mit unserem Haus oder den Organen unseres Körpers. Und in dieser Verbundenheit wir sind alle gleichermaßen bedroht durch die Gleichgültigkeit und die Verrohung. Als Menschen sind wir Söhne und Töchter des Himmlischen Vaters und der Mutter Erde, mehr noch, wir selbst sind die Erde.

Die Menschen, bislang in unterschiedliche Kulturen zersplittert, getrennt durch Glaubensanschauungen, Sprachen (einer kann den anderen innerhalb einer Familie nicht verstehen) und Nationalstaaten, kehren nach langem Exil in das gemeinsame Haus zurück.Wir werden uns als eine einzige Familie begreifen, die Familie der Menschheit. Dieses erweiterte kollektive Bewußtsein wird die Gründung internationaler Institutionen erzwingen, die sich für die Sicherung einer gemeinsamen Zukunft einsetzen.
Eine neue Solidarität wird weltweit entstehen, mit mehr sozialer Gerechtigkeit und weniger Gewalt (auch psychisch-emotionaler) 
- abgesichert durch eine weltumspannende Ethik für alle Völker, Rassen und Nationen -  basierend auf drei von allen anerkannten Grundwerten:
 

1. Schutz des Planeten Erde
2. Schutz der Spezies Mensch und ihrer Entwicklung
3. Frieden zwischen den Völkern für alle Zeit 

Die Grundlage dafür wird die Essenz aller Religionen sein.: Eine neue Solidarität wird weltweit entstehen, mit mehr sozialer Gerechtigkeit und weniger Gewalt 
Die Grundlage dafür wird die Essenz aller Religionen sein, sind die 
 Religion der Liebe
        Lieben bedeutet Geduld
                   Lieben bedeutet Ausdauer
                            Lieben bedeutet Toleranz
                                    Lieben bedeutet Aufopferung
                                                   Lieben bedeutet Dienst

Der Sufi Hazrat Inayat Khan schrieb in seinem Buch:

Das ganze Universum ist durch Liebeentstanden. 
Die Intelligenz selbst wird im nächsten Schritt in Richtung Evolution Liebe. 
Es ist Liebe (Ishaq), die die Intelligenz lenkt; 
wäre es nicht so, würde die Intelligenz sich überall verbreiten und 
auf kein spezielles Ziel ausgerichtet sein. 
Alles, was getan wird, wird aus Liebe getan. 
Man kann nicht die Blume auf dem Kaminsims anschauen, 
wenn Liebe die Intelligenz nicht zur Blume lenkt, 
um sie zu bewundern und zu erkennen, was es ist. 
Deshalb ist es für die Mystiker selbstverständlich, 
daß diese Macht der Liebe
die alles in die Manifestation gebracht hat, fähig sein muß, 
zurückzuführen von der sichtbaren Welt zu der unsichtbaren. 
Liebe ist das Zeichen von Intelligenz
Wo es keine Intelligenz gibt, gibt es keine Liebe
Der Mensch hat die meiste Intelligenz und 
er hat in seiner Natur die meiste Liebe

 


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letzte Aktualisierung: 23. Dezember 2002

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