RELIGIONEN IN HANNOVER
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Grundzüge des islamischen Glaubens

MOHAMMAD AFZAL QURESHI
 
Die Bedeutung von Islam und Muslim
Die fünf Säulen des Islam
Der Mensch, Statthalter Gottes
Der Koran (Das heilige Buch)
Gesandter Gottes: Muhammad
Der Gottesdienst
Die islamische Lebensweise
Das islamische Recht: FIQH
Geschichtliche Entwicklung des Islam
Literatur
 

 

   Kaligraphie der Schahada 
   (Glaubensbekenntnis)

DIE BEDEUTUNG VON ISLAM UND MUSLIM

Sprecht (ihr Gläubigen): "Wir glauben an Gott und an das, was uns (als Offenbarung) herabgesandt worden ist und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und ihren Nachkommen (als Offenbarung) herabgesandt wurde und was Moses und Jesus gegeben ward und was den (anderen) Propheten von ihrem Erhalter (als Offenbarung) gegeben worden ist. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen und Ihm sind wir ergeben "(2:136).

Dieser Vers drückt die Beständigkeit der Botschaft Gottes aus. Diese Botschaft ist mit der Berufung des Propheten Muhammads zu ihrer umfassenden, vollständigen und endgültigen Form gelangt.

Islam ist ein arabisches Wort und bedeutet Frieden, Ergebung, Hingabe, Gehorsam und Dankbarkeit gegenüber der göttlichen Gnade. Islam ist kein neuer Glaube, er ist dem Wesen nach dieselbe Botschaft und Rechtleitung, die Gott allen seinen Propheten offenbarte.
In ca. 185 Ländern der Erde bekennen sich etwa 1002 Millionen Menschen zum Islam. Ein breiter Streifen islamischer oder islamisch beeinflußter Staaten zieht sich von der Nord-West-Küste Afrikas quer durch Afrika und Asien über den Balkan und der russischen Föderation bis hin nach Indien und China. Etwa 2,3 Millionen Muslime leben in Deutschland. 

Die Muslime nennen ihren Glauben Islam. Dieser Glaube ist die vorbehaltlose Annahme der Anweisungen und der Rechtleitung Gottes.
Ein Muslim ist jemand, der
- ohne Zwang und bereitwillig die Oberhoheit des Einen Gottes (arab. ALLAH) anerkennt.
- an all Seine Gesandten, alle Seine herabgesandten Bücher, an Seine Engel und an den Tag des Jüngsten Gerichts glaubt.
- nach einer vollständigen Neugestaltung seines Lebens gemäß der offenbarten Anweisungen Gottes strebt,
- für die Gründung einer Gesellschaftsordnung arbeitet, in der die Rechtleitung Gottes verwirklicht wird. 
Daher ist das Wort "Mohammedaner" eine falsche Benennung des Islam. Es entspricht nicht seinem wahren Geist.
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DIE FÜNF SÄULEN DES ISLAM

Im Islam ist jede Handlung, die im Gehorsam Gott gegenüber und zu seinem Wohlgefallen ausgeführt wird, Gottesdienst. Jedoch bestimmte besondere Handlungen des Gottesdienstes, die als die Säulen des Islam bezeichnet werden; sind diese:

1. Glaubensbekenntnis (Schahada):

„La ilaha il-lal-lahu- Muhammad-ur- Rasul-ul-lah (Es gibt keinen Gott außer Gott, und Muhammad ist sein Gesandter und Diener). Mit dem Glaubensbekenntnis bekräftigt der Muslim, daß alle Macht Allah gehört und in der Lebensweise des Propheten der wahrhaftige Erfolg im Diesseits und im Jenseits liegt. 

Der Glaube an Gott ist für den Muslim die wichtigste und alles beeinflussende Grundlage seiner Weltanschauung. Jede Aussage über Gott ist und bleibt eine Glaubensaussage, die aber für den Gläubigen echtes Wissen ist, da er Gott in seinem Leben erfahren hat. Jeder denkende Mensch findet in der Natur und in sich selbst viele Zeichen , die ihn auf das Dasein Gottes hinweisen. Deswegen heißt es im Quran:
„Und auf Erden sind Zeichen für die Starken im Glauben, und in Euch selber. Wollt Ihr denn nicht sehen? (51/ 20-21)“.

Allah ist der persönliche Name des einen wahren Gottes. Nichts außer ihm kann Allah genannt werden. Das Wort Allah hat grammatikalisch gesehen -weder Mehrzahl noch Geschlecht. Dies zeigt die Einzigartigkeit im Vergleich mit dem Wort Gott, aus dem man grammatikalisch die Mehrzahl Götter und die weibliche Form Göttin machen kann. Gott hat sich selbst im Quran bezeichnet mit Eigenschaften wie Allerbarmer, Barmherziger, Allmächtiger, Allgegenwärtiger Schöpfer, Erhabener, Allwissender, Allsehender, Allhörender, Gerechter, Nachsichtiger, Würdevoller, Liebevoller, Versorger, Erhalter, Einzigartiger, Heiler, Lebensspendender, 
Erster, Ewigwährender, Ordner der Dinge, Vergebender, Verzeiher, Leiter der Rechtleitung, Herr der Majestät, uneingeschränkter Herrscher usw. 
Der Islam erlegt dem Menschen den Glauben an die Einheit und die Oberhoheit Gottes. Dieser Glaube befreit den Menschen von Ängsten und Aberglauben und macht ihm seine Pflichten Allah gegenüber bewußt. 
Der Glaube muß in die Tat umgesetzt werden, denn Glaube allein genügt nicht. Der Glaube an den einen einzigen Gott führt zum Betrachten der Menschheit als eine einzige Familie, die unter der allumfassenden Allmacht Gottes, des Erhabenen Schöpfers steht.
Der Islam weist die Idee vom auserwählten Volk zurück und sieht im Glauben an den Einen Gott und in den guten Taten den einzigen Weg, der ins Paradies führt. Somit besteht eine direkte Beziehung zwischen Mensch und Gott ohne irgendeinen Vermittler.

2. Das Gebet (As-sala):

Das Gebet (arabisch  As-sala) ist fünfmal  täglich, als eine Pflicht gegenüber Gott vorgeschrieben. Es sind  die vorgeschriebenen täglichen Gebetsübungen, die darin bestehen, daß ein Muslim sich fünfmal am Tag das wiederholt und ins Gedächtnis ruft, worauf sein Glaube aufgebaut ist. Die fünf täglichen Gebete erinnern den Menschen an seinen Bund mit Gott, sie beleben und stärken seinen Glauben an ihn stets aufs neue. Sie reinigen sein Herz  und helfen ihm, der Versuchung zur Sündhaftigkeit auszuweichen und allem Unguten und Unreinen aus dem Weg zu gehen.
Um Einheit der geistigen und körperlichen Reinheit zu erlangen, wäscht sich der Muslim rituell seine Hände bis zum Ellenbogen, Gesicht und Füße und überstreicht seine Haare und tritt nun vor seinen Herrn zum Gebet. Eine Besonderheit des Islam ist, daß das Gebet überall und an jedem Ort allein oder gemeinsam verrichtet werden kann. Die verschiedenen Stellungen, die während des Gebetes eingenommen werden, sind nichts anderes als der Ausdruck der geistigen und körperlichen Ergebenheit des Muslims. Die verschiedenen Rezitationen aus dem Quran erinnern ihn an seine Verpflichtungen Gott gegenüber. Die fünf täglichen Gebete sind frühmorgens vor Sonnenaufgang, gegen Mittag - wenn die Sonne den Zenit überschritten hat-,  gegen Nachmittag, unmittelbar nach Sonnenuntergang und wenn die Dunkelheit der Nacht eingebrochen ist, zu verrichten.
 

3. Pflichtsteuer (Zakah):

Zakah ist das jährliche Entrichten eines bestimmten Prozentsatzes vom Nettovermögen  (z.B. 2,5% des Barvermögens, das einen bestimmten Betrag überschreitet  und ein Jahr überdauert hat), zur Läuterung der eigenen Seele und zur Reinigung des Eigentums. Zakah ist an einen unterstützungswürdigen Mitbürger, einen zum Islam Bekehrten, einen Reisenden oder einen mit Schulden Belasteten zu zahlen. Dies ist das Minimum, was den Muslimen nach zahlreichen Quran-Versen vorgeschrieben ist. Je mehr man bezahlt, um so größer wird die Belohnung sein, die Gott einem dereinst wird zuteil werden lassen. Die Zakah ist etwas so Gründsätzliches im Islam wie die anderen Formen der Ibada, wie etwa das Gebet und das Fasten. Die Hauptbedeutung dieser Abgabe liegt in der Tatsache, daß dadurch die gute Eigenschaft der Opferfreudigkeit gefördert wird und man von seiner Selbstsucht und seinem Trieb, Geld zu horten, befreit wird. Der Islam nimmt nur jene in seinen Schoß auf, die dazu bereit sind, auf Gottes Wegen aus ihrem schwer verdienten Vermögen freudig und ohne Aussicht auf irgendwelchen irdischen oder persönlichen Gewinn etwas zu verschenken. Mit Geizhälsen will er nichts zu tun haben. Für die islamische Gesellschaft bringt die Einrichtung der Zakah außerordentlich große Vorteile mit sich. Es ist jedem wohlhabenden Muslim zur bindenden Pflicht gemacht worden, seinen schlechtergestellten , bedürftigen Brüdern und Schwestern zu helfen. Sein Vermögen soll nicht einzig und allein für das eigene Wohlergehen und die persönliche Bequemlichkeit ausgegeben werden. Vielmehr gibt es Menschen, die einen rechtmäßigen Anspruch auf sein Vermögen erheben können. Das sind z.B. die Witwen und Waisen; die Armen und kranken; jene, die die Fähigkeiten, nicht aber die Mittel haben, um sich eine nützliche Beschäftigung zu suchen; jene, die das Talent und den Scharfsinn, nicht jedoch das Geld besitzen, um sich größeres Wissen anzueignen und damit wertvolle Mitglieder der Gemeinschaft zu werden. Wer die Rechte solcher Mitbürger der eigenen Gemeinschaft auf sein Vermögen nicht anerkennt, ist wahrhaftig grausam. Denn es gibt keine größere Grausamkeit als die, die eigenen Truhen vollzustopfen , während andere Hungers sterben oder  unter quallvollen Folgen der Arbeitslosigkeit leiden müssen. Anzumerken bleibt die Tatsache, daß die Pflichtabgabe (Zakah) unabhängig von der Zahlungspflicht der modernen zahlreichen direkten oder indirekten Steuerarten zu entrichten ist. 

4. Das Fasten (Ramadan):

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders, der auf der  Mondumlaufbahn beruht (Mondkalender), im Gegensatz zur Erdumlaufbahn (Sonnenkalender). Alle Muslime, ohne Ansehen ihres Standes oder Standortes, führen die Pflicht des Fastens während desselben Monats in der ganzen Welt aus. Das Fasten dauert einen vollen Monat. Da der Islam einen Mondkalender hat, fällt der Monat Ramadan der Reihe nach in jede Jahreszeit: in den Herbst, den Winter, den Frühling oder den Sommer. Und der Gläubige lernt es, diese Entbehrungen während drückender Hitze wie bei strenger Kälte zu ertragen. Dies hebt die grundsätzliche Gleichheit aller Menschen hervor und trägt somit wesentlich zur Schaffung eines Gefühls der Liebe und Brüderlichkeit unter ihnen bei.

Befreiung von Fastenpflicht gibt es in Ausnahmefällen, wie z.B. für die Kranken oder Reisenden oder für Frauen während ihrer Regel oder Schwangerschaft/ des Stillens. Die befreiten Tage müssen allerdings später nachgeholt werden.. Während des Ramadan verkriecht das Schlechte, während das Gute in den Vordergrund tritt und die allgemeine Stimmung von Frömmigkeit und Reinheit getragen ist. Im Islam stellt das Fasten eine Übung dar, bei der in besonderer Weise deutlich wird, daß Körper und Geist, Religion und tägliches Leben  eine Einheit bilden, die voneinander nicht getrennt werden können.  Das Fasten bedeutet Enthaltsamkeit von Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr mit dem Ehepartner, täglich von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang. Dabei werden Verlangen und Begierde unterdrückt. Das Fasten lehrt Aufrichtigkeit und Frömmigkeit, sowie Mitgefühl mit Bedürftigen und Liebe. Es entwickelt ein gesundes soziales Gewissen, Geduld, Selbstlosigkeit und Selbstdisziplin.

5. Die Pilgerfahrt (Hadsch):

Der Hadsch oder die große Pilgerfahrt nach Mekka ist auch eine fundamentale Pflicht im Islam. Allerdings ist diese Reise nur für jene bindende Pflicht, die die Mittel dazu aufbringen können. In diesem Fall soll die Pilgerfahrt mindestens einmal im Leben unternommen werden. Mekka steht heute dort, wo einst der Prophet Ibrahim (Abraham) Gottes Segen sei mit ihm, ein kleines Haus zur Anbetung Gottes erbaute. Allah belohnte ihn, indem Er es Sein Eigenes Haus nannte und es zum Mittelpunkt aller Gläubigen machte, die sich bei der Verrichtung aller Gebete stets dorthin wenden, wo immer sie sich auch befinden mögen. Mekka ist Mittelpunkt der Islamischen Welt, an dem die Muslime einmal jährlich zusammenkommen, um sich gemeinsam niederzulassen und über Themen von allgemeinem Interesse zu diskutieren. Dadurch wird der Glaube um so lebhafter entfacht und das Bewußtsein wachgerufen, daß alle Muslime gleich sind und die Liebe und das Mitgefühl der anderen verdienen, unabhängig von ihrer geographischen oder kulturellen Herkunft. So verbindet die Pilgerfahrt die Muslime der ganzen Welt zu einer internationalen Bruderschaft, die im Quran erklärt worden ist.  Die Pilgerfahrt ist in gewisser Beziehung die größte aller Gottesdienste. Denn wenn ein Mensch nicht wirklich von der Liebe zu Gott erfüllt wäre, würde er niemals eine so lange Reise auf sich nehmen und all seine Freunde und Lieben zurücklassen. Auch unterscheidet sich die Pilgerfahrt grundlegend von jeder anderen Reise. Die Pilgerfahrt ist an feste Riten und Handlungen gebunden, die erfüllt werden müssen. Hier beschäftigt sich der Reisende in all seinen Gedanken mit Gott, sein ganzes Wesen erschauert förmlich vor inniger Ergebenheit und Ehrfurcht. In den heiligen Stätten findet er eine  Atmosphäre, getragen von Frömmigkeit, Milde und gutem Willen, vor. Die Pilgerfahrt verlangt von jedem einzelnen, daß er seine Leidenschaften zügelt, Blutvergießen vermeidet und aufrichtig in Tat und Wort ist.
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DER MENSCH, STATTHALTER GOTTES

Der Mensch ist einzigartig unter den Geschöpfen Gottes, sowohl in seiner Gestalt als auch in seinen Fähigkeiten. Er besitzt Verstand und Klugheit, relative Willensfreiheit und Entscheidungskraft. Er ist in der Lage seinen eigenen Weg zu wählen. Gott zeigt ihm den rechten Pfad, und das Leben des Propheten Muhammad stellt für ihn das vollkommene und nachzuahmende Vorbild dar. Erfolg und Erlösung liegen im Befolgen dieses Vorbildes. Der Islam lehrt die Unverletzlichkeit des menschlichen, persönlichen Wesens und verleiht allen Menschen gleiche Rechte, unabhängig von Rasse und Geschlecht.
Das Gesetz Gottes, das im Quran verkündet und im Leben des Propheten Muhammad veranschaulicht wird, ist in allen Fällen das Höchste. Es wird auf alle angewendet, unabhängig von ihrer Stellung in der Gesellschaft und ohne Unterschied zwischen Regierenden und Regierten.
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DER KORAN (DAS HEILIGE BUCH)

Der Quran ist das letzte und endgültige offenbarte Gottes Wort und die Hauptquelle der islamischen Lehre und Gesetze. Der Quran befaßt sich mit den Fundamenten des Glaubens, der Moral, der Geschichte der Menschheit, des Gottesdienstes, des Wissens, der Weisheit, der Beziehung zwischen Gott und Mensch und allen Aspekten menschlicher Beziehungen.
Umfassende Lehre aus denen gesunde Systeme der sozialen Gerechtigkeit, der Wirtschaft, der Politik, der Rechtswissenschaften, des Gesetzes und internationale Beziehungen aufgebaut werden können, bilden einen wichtigen Inhalt des Quran.
Der Koran enthält 114 Suren (Abschnitte), die zwischen 609/610 und 632 an Muhammad (Gottes Segen sei mit ihm) teils in Mekka und teils in Medina offenbart wurden. Die einzelnen Suren beinhalten zwischen 3 und 288 Verse. Diese Suren sind mit Ausnahme der ersten (Fatiha, die Eröffnende) in etwa nach dem Prinzip der abnehmenden Länge angeordnet. Mit Ausnahme einer Sure beginnen alle Suren „im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen“ (Bismil-la-hir-Rahman-Nirrahim). Da der Koran für die Muslime als unnachahmliches Werk gilt, gelten die in fast allen Sprachen vorhandenen Übersetzungen des Koran nicht als gleichwertig, jedoch als verdienstvoll, um auf diese Weise den Nichtarabischsprechenden seinen Inhalt zu vermitteln. In den Gottesdiensten wird der Koran nur in arabischer Sprache rezitiert.
Die Erfassung der 114 Suren in 30 Kapiteln ist später vom dritten Kalifen Othman ( 644-656) angeordnet worden. Seither ist der Koran in der gesamten Welt nur noch mit othmanischer Auflage völlig unverändert vorhanden. Nicht eine einzige Silbe vom Koran, der im Norden vorhanden ist, weicht von dem ab, den es im Süden gibt. Für die Interpretation des Koran ist die Kenntnis des geschichtlichen, politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen Hintergrunds der damaligen Zeit und der arabischen Sprache zwingend erforderlich.
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GESANDTER GOTTES: MUHAMMAD

„Lies im Namen deines Herrn, Der erschuf. Er erschuf den Menschen aus einem Blutklumpen. 
Lies; denn dein Herr ist Allgütig. Der mit der Feder (den Menschen) lehrte. Er lehrt den Menschen, was er nicht wußte“. 
Es waren die ersten Offenbarungen, die der Prophet Muhammad durch den Erzengel Gabriel empfing, die dazu bestimmt waren bis zum Tag des Jüngsten Gerichts Milliarden von Menschen von dem  sicheren Abgrund zu bewahren und sie rechtzuleiten. Er konnte selbst weder lesen noch schreiben, aber Gott hat ihm durch seine Offenbarungen ein Werk (den Koran) verliehen, der als Wunder für alle Zeiten gilt. Das heilige Buch Koran wird ergänzt durch die Handlungsweise des Propheten, seine Aussprüche und sein unausgesprochenes Gutheißen bestimmtere Sachverhalte, wie sie von seinen Gefährten bezeugt und überliefert wurden. Das nennt sich Sunnah und ist minutiös in Überlieferungen (Hadith) festgehalten. Die Anordnungen im Koran werden durch seine Sunnah definiert.

Der Prophet Muhammad - geboren 570 n. Chr., gestorben 632- wurde vom Waisenknaben, der seinen Vater schon vor der Geburt und die Mutter im Alter von 5 Jahren verlor, zur stärksten Kraft, die es je in der Geschichte zur moralischen, geistigen und gesellschaftlichen Wiederbelebung der tiefgesunkenen Menschheit gegeben hat. Als er noch ein junger Mann war, war er bereits für seine Reinheit und Aufrichtigkeit bekannt und erhielt den ehrenden Beinamen „ Al-Amin“, der Vertrauenswürdige und Rechtschaffene. Bis zu seinem 40. 
Lebensjahr - seine Berufung als Prophet-  führte er ein angesehenes Leben aufgrund seines Leumunds. Nach seiner Berufung als Prophet waren er  und seine Anhänger 13 Jahre lang der ärgsten Verfolgung, der Ächtung, Folter und dem gesellschaftlichen Boykott ausgesetzt. Schließlich mußte er auf göttliche Anweisung seine Geburtsstätte Mekka verlassen und in der ca. 400 km entfernt gelegenen Stadt Medina Zuflucht suchen (Mit seiner Auswanderung nach Medina begann auch die islamische Zeitrechnung). Doch selbst dort ließen ihn seine Gegner nicht in Ruhe. Sie stachelten die Stämme gegen ihn auf und führten einen Angriff nach dem anderen in seinem Asylort gegen ihn durch, um dem, was sie als Bedrohung ihres überkommenen Aberglaubens und ihrer ungerechtfertigten Vorherrschaft betrachteten, ein Ende zu setzen. In den daraus entstandenen  kriegerischen Auseinandersetzungen errangen die Muslime aufgrund ihrer weit überlegenen Kampfmoral, die ihrem Glauben an eine gerechte Sache entsprang, einen überwältigenden Sieg über die ihnen  zahlenmäßig überlegenen Streitkräfte. Doch ganz im Gegensatz zu den üblichen Siegern in der Geschichte der Menschheit, die den Besiegten alle nur erdenklichen Strafen und Demütigungen auferlegen, erließ der Prophet, beseelt von höchster Richterlichkeit, die der Islam einem überwältigten Feind gegenüber vorschreibt, nicht nur eine allgemeine Amnestie gegen seine blutrünstigen Widersacher, sondern reichte ihnen sogar die Hände zum Bündnis, wodurch die gesamte Bevölkerung zu einer festen Gemeinschaft zusammengeschmiedet wurde. Damit wurde eine neue Epoche ins Leben gerufen, in der moralischen Werte und die soziale Gerechtigkeit vorherrschten.
Vom Waisenknaben zum Staatsoberhaupt geworden, erlebte der Prophet Muhammad alle Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins. Doch was auch immer auf ihn zukam, er wußte sich im Lichte der göttlichen Rechtleitung zu behaupten und zeigte denen, die nach der Wahrheit suchen im finsteren und harten Lebenskampf den Pfad der Wahrhaftigkeit, der Ehre und Menschenwürde, der sich in allen Dingen des Alltagslebens einhalten ließ. Doch das Bewußtsein, daß er ein ergebener Diener Gottes war, was den Kern seiner Sendung ausmachte, schwand nie in ihm. Selbst als Beherrscher der ungeheuren Weiten der arabischen Halbinsel führte er sein Leben als einfacher Mensch wie alle übrigen, der sich selbst nicht scheute, seine eigenen Kleider zu waschen und auszubessern, seine Ziegen zu melken, seine Schuhe zu flicken und auch im Haushalt mit Hand anzulegen. Erst nach dem Tod seiner ersten Frau Chadischa, von der er mehrere Kinder hatte, heiratete er andere Frauen.
Im Prophet Muhammad haben sich die Prophezeiungen von Moses und Jesus erfüllt, daß ein Prophet erscheinen werde, der ein neues Gesetz bringen und die Menschen zur allumfassenden Wahrheit leiten wird.
 „ Einen Propheten wie mich wird dir Jahwe, dein Gott, aus der Mitte deiner Brüder erstehen lassen, auf ihn sollt ihr hören“ - Deuteronomium 18:15 - 
„Noch vieles habe ich Euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt noch nicht tragen. Wenn jener aber kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zur vollen Wahrheit führen. Denn er wird nicht von sich aus reden, was er hört, und das Zukünftige wird er euch verkünden“ Johannes Evangelium 16:12,13.
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DER GOTTESDIENST

Der Islam lehrt keinen bloßen Ritualismus und akzeptiert einen solchen auch nicht. Er hebt vielmehr sowohl den Glauben und die Absicht, als auch die Handlung hervor. Gott zu dienen bedeutet, ihn zu kennen und zu lieben gemäß seiner Rechtleitung in allen Fragen des Lebens
zu handeln, gute Taten zu befehlen und das Verwerfliche zu untersagen, Nächstenliebe und Gerechtigkeit zu praktizieren und ihm zu dienen durch den Dienst an der Menschheit.

"Nicht besteht die Rechtschaffenheit darin, daß ihr eure Angesichter gen Osten oder Westen kehrt; vielmehr ist rechtschaffen, wer glaubt an Gott und den Jüngsten Tag und die Engel und die Schrift und die Propheten und wer das Vermögen trotz seiner Liebe zu  (ihm) gibt den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen und dem Sohn des Weges (dem Reisenden, der über sein eigenes Vermögen nicht verfügt) und denen, die aus Not um Hilfe bitten, und für die Befreiung von Gefangenen und Sklaven; und wer das Gebet verrichtet und Zakat bezahlt; und die, welche ihre Verträge halten, wenn sie welche schließen, und standhaft sind in Leiden und Not und Bedrängnis, solche sind es, die wahrhaft und gottesfürchtig sind „(der Quran 2:177).                                                                                                                    zurück
 

DIE ISLAMISCHE LEBENSWEISE

Der Islam versorgt alle Menschen mit deutlichen Richtlinien für alle Lebenslagen. Die Anleitungen, die er gibt, sind umfassend und enthalten alle sozialen, wirtschaftlichen, politischen, moralischen und geistigen Aspekte des Lebens. Der Islam erinnert den Menschen an den Sinn seines Lebens auf Erden, an seine Pflichten gegenüber sich selbst, seinen Verwandten, seiner Gemeinde, seinen Mitmenschen und seinem Schöpfer. Dem Menschen wurden grundlegende Anleitungen für ein zweckmäßiges Leben gegeben. Dann wurde er der Herausforderung der menschlichen Existenz ausgesetzt, auf das er diese hohen Ideale in die Praxis umsetzen würde. Der Islam betrachtet den Menschen als eine gesunde und vollständige Einheit und nicht als eine Sammlung aus getrennten und miteinander konkurrierenden Teilen. Der geistlich-religiöse und der weltliche Teil sind keine getrennten Teile des Menschen. Sie sind vielmehr in der Natur des Menschen vereint.
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DAS ISLAMISCHE RECHT: FIQH

Für die Vertrautmachung mit dem  islamischen Rechts wird auf zwei Hauptquellen zurückgegriffen, nämlich auf den Koran und auf den Hadith. Der Koran ist eine göttliche Offenbarung, absolut jedes Wort darin ist von Gott. Der Hadith besteht aus einer Sammlung der Worte und Taten des letzten Propheten, aus den Überlieferungen über seine Lebensweise und sein Verhalten im Alltagsleben. Diese Überlieferungen wurden von jenen bewahrt, die mit ihm zusammengelebt hatten, oder von jenen, die zuverlässige Kunde darüber erhalten hatten. Später wurden diese Ahadith von Religionswissenschaftlern gesammelt, gesichtet und äußerst sorgfältig auf ihre Echtheit hin geprüft. Nur solche Überlieferungen, die sich durch eine Kette von anerkannten Übermittlern bis zu Muhammad zurückverfolgen ließen, wurden in Form von Büchern zusammengefaßt. Die Sammlungen von Malik, Buchari, Muslim, Tirmisi, Abu Dawood, Nasai und ibn-e-Madscha gelten als die zuverlässigsten. Die Muslimvölker der ganzen Welt und aller Zeiten sind diesen hochgelehrten und weitsichtigen Männern auf ewig zu größtem Dank verpflichtet, die ihr ganzes Leben dem Studium von Koran und Hadith gewidmet haben, um dann aus ihrem reichen Wissensschatz den Muslimen auf der ganzen Welt die Möglichkeit in die Hand zu geben, sich in allen Angelegenheiten ihres tägliches Lebens nach den Erfordernissen der Scharia zu richten. Durch die mühsamsten und sorgfältigsten Recherchen dieser  Wissenschaftler ist es heute den Muslimen möglich, daß sie die Scharia leicht befolgen können.
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GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG DES ISLAM

Im Jahre 632 (11.Hijra) schied der Prophet aus dem Leben. In den 23 vorhergegangenen Jahren war es ihm gelungen, eine Religion zu gründen, einen vollständigen Staat aus dem Nichts zu schaffen (der seinen Anfang in einem kleinen Stadtstaat, einem Teil der Stadt Medina, hatte und nach zehn Jahren bereits die ganze arabische Halbinsel und einzelne südliche Teile Palästinas und des Iraks umfaßte). Außerdem ließ er eine Gemeinde von mehreren hunderttausenden Menschen zurück, die von seiner Lehre durchdrungen und zur Weiterführung der von ihm begonnenen Arbeit fähig waren. 
Der weltliche Erfolg des Propheten hatte schon in der letzten Zeit seines Lebens einige Abenteurer gereizt, sich die Eigenschaft eines Propheten anzumaßen. Nach seinem Tode hatte sein Nachfolger Abu Bakr mehrere Monate lang nur diese Betrüger zu bekämpfen, denen sich einige andere angeschlossen hatten, nachdem sie die Nachricht vom Tode des Propheten erhalten hatten. Zu dieser Zeit herrschte bereits der Kriegszustand mit Byzanz und - fast- das Gleiche mit Iran: ein muslimischer Botschafter war auf byzantinischem Gebiet getötet worden, und der Kaiser hatte statt den Schaden wiedergutzumachen alle vom Propheten gemachten Vorschläge zurückgewiesen und sogar zum Schutz  des Mörders militärische Maßnahmen gegen das muslimische Strafunternehmen ergriffen. Im Iran waren seit mehreren Jahren blutige Auseinandersetzungen zwischen diesem Lande und seinen arabischen Schutzgebieten im Gange. Einzelne Stämme aus diesen Gebieten hatten soeben den Islam angenommen. Die Iraner konnten diese Araber nicht mehr unterdrücken, ohne dadurch Schwierigkeiten auf internationaler Ebene heraufzubeschwören. Es darf daran erinnert werden, daß das byzantinische Kaiserreich und das iranische Reich zu dieser Zeit die beiden großen Weltmächte darstellten; die Araber  waren jedoch in den Augen aller eine handvoll Nomaden ohne militärische Ausrüstung oder wirtschaftliche Hilfsquellen. 
Mit einer Kühnheit, die niemals genug bewundert werden kann, unternahm Abu Bakr einen Krieg gegen die beiden großen der Welt gleichzeitig. Bei den ersten Kämpfen eroberten die Muslime einige Grenzgebiete. Daraufhin schickte der Kalif eine Delegation nach Konstantinopel, um eine friedliche Lösung herbeizuführen, jedoch ohne Erfolg. Die Niederlage des Befehlshabers Cäsarea alarmierte  jedoch den Kaiser, der neue Truppen ausheben ließ. Abu Bakr hielt es angesichts der veränderten Lage für zweckmäßig, einige Teile des muslimischen Heers aus dem Irak (im persischen Kaiserreich) nach Syrien zu verlegen. Im Jahr 634 wurde ein neuer Sieg in Adschnadain bei Jerusalem erfochten, dem kurz darauf ein anderer in Fihl (Pella) folgte; so war Palästina endgültig für Byzanz verloren. Um diese Zeit starb Abu Bakr und sein Nachfolger Umar mußte die Aufgabe weiterführen, die er übernommen hatte. Bald darauf öffneten Damaskus, dann Emessa in Nord-Syrien den Muslimen ihre Tore. Die Tatsachen zeigen, daß die Bevölkerung dieser Gebiete die muslimischen Truppen nicht als Eroberer, sondern als Befreier empfingen. Als die Araber durch die konzentrierten  Angriffe des Heraklius gezwungen waren, die Stadt und einige Bezirke zu räumen, wurde von muslimischem Befehlshaber angeordnet, alle Steuern und Abgaben, die von Nichtmuslimen als Schutzgeld gezahlt wurden, zurückzuzahlen, da man ihnen keinen Schutz mehr gewähren konnte. So ist es nicht verwunderlich, daß die Besiegten Tränen vergossen, als sie sahen, wie ihre Eroberer sich zurückzogen, weil die byzantinische-orthodoxe Kirche jahrhundertelang andere christliche Glaubensgemeinschaften, die sich im 5. Jahrhundert nach christologischen Streitigkeiten abgespalten hatten, unduldsam verfolgt und vertrieben hatte. 
Nach dem taktischen Rückzug kehrten die Muslime bald mit neuer Verstärkung und größerer Popularität  zurück. 
Das Schicksal Irans war nicht viel anders. Auch in Iran litten die einheimischen Christen unter Verfolgung der Sassaniden-Herrschaft, wo der Zoroasrismus Staatsreligion war.
Schon zu Zeiten Umars (634- 644) herrschten die Muslime - nachdem sie Syrien, den Irak und Iran durchquert hatten- von Tripolis (Libyen) bis Balk (Afghanistan) und von Armenien bis Gujrat (Indien) und Sindh (Pakistan). Unter seinem Nachfolger Uthman (644-656) regierten sie bereits in Nubien bis zur Umgebung von Dongola und hatten ebenso einen Teil  Andalusien (Spanien) erschlossen. Im Osten hatten sie Oxus überschritten und einzelne chinesische Bezirke erreicht. Die Inseln Zypern, Rhodos und Kreta gehörten zu dieser Zeit schon zum islamischen Gebiet und auch Konstantinopel hatte die ersten arabischen Expeditionen während der Verteidigungskriege der Muslime gegen Byzanz erfahren. Kaum 15 Jahre nach dem Tode des Propheten hatten sich Muslime von Ost nach West, vom Atlantik bis fast zu den Küsten des Pazifik verbreitet und beherrschten eine Fläche von der Größe Europas. Das Überraschende bei dieser Blitzeroberung ist, daß die Besiegten damit keineswegs unzufrieden waren. Nach der Ermordung des vierten  Kalifen Ali (661) entstand die erste große arabisch-islamische Dynastie mit der Hauptstadt Damaskus. Die Araber kamen über Nordafrika bis nach Spanien. Eine Eroberung Europas schien sicher zu sein, als arabische Truppen in Südfrankreich standen.
Der universale Zug des Islam war die Voraussetzung dafür, daß die unterworfenen Völker sich in die Gesellschaft der Sieger eingliedern konnten, weil der Islam nach Eroberung der politischen Herrschaft sein Reich gründete, die Religion des Islam jedoch nicht gewaltsam verbreitete gemäß dem Quran „kein Zwang im Glauben“. Innerhalb des gesamten islamischen Herrschaftsbereiches konnten die Angehörigen der Buchreligionen, Christen und Juden, ihren Glauben, Leben , Ehre und Eigentum durch Schutzverträge sichern. 
Die Abbasiden lösten im Jahre 750 das Omaijadenreich auf und machten Bagdad zur neuen Reichshauptstadt. Die islamische Kultur erlebte zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert eine neue Blütezeit. Dem zeitgenössischen Europa war sie weit überlegen. Der Aufstieg der Abbsiden zur Macht fällt mit der ersten Spaltung der politischen Einheit innerhalb des muslimischen Gebietes zusammen. Das Reich spaltete sich zunächst in zwei und in der Folge mehrerer Fürstentümer auf. In Cordova (Spanien) entstand ein Nebenkalifat, das sich bis zu seinem Sturz im Jahre 1492 niemals mit dem Osten (politisch) vereinte. Im 10. Jahrhundert wurde in Ägypten die islamische Fatimiden-Dynastie gegründet. Die Ghaznaviten legten (um 1000) den Grundstein verschiedener  muslimischer Dynastien in Indien, die bis zur Verbannung des Moghul-Kaiser Bahadur  Shah Zafar (1858) durch die Engländer gedauert haben. 
Noch während der Abbasiden-Herrschaft im 11. Jahrhundert traten die Seldschuken in Erscheinung und übernahmen die Kontrolle nicht nur über Mittelasien, sondern  über alle Gebiete bis zu den äußersten Grenzen Kleinasiens mit der Hauptstadt in Konya. Nach einigen Generationen einer großartigen Herrschaft  wurden sie von den Osmanischen Türken abgelöst. Diese überschritten den Bosporus, um schließlich ihr Reich bis an die Mauern von Wien auszuweiten. Ihre Hauptstadt war zunächst Basra, dann Konstantinopel. Durch den graduellen Verlust der europäischen Länder  begann im 18. Jahrhundert ihr Abstieg, der im Jahre 1919 seinen Tiefpunkt erreichte, als sie nach dem ersten Weltkrieg alles verloren hatten. Im 16.Jahrhundert dehnte sich das osmanische Reich in Europa aus bis nach Österreich, in Nordafrika bis Algerien und Tschad und in Asien von Georgien bis zum Jemen über Mesopotamien und Kleinasien.
Als die Juden Ende des 15. Jahrhundert aus Spanien vertrieben wurden, fanden sie Aufnahme im osmanischen Reich. Auch das Islamische Recht hat nie in Frage gestellt, daß Nicht-Muslime rechts- und geschäftsfähige Personen wären, wie es die christlichen Staaten Europas bis in die Neuzeit gegenüber den Juden taten. 
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LITERATUR

Hamidullah, M.:
DER ISLAM,
Aachen 1983
(Islamisches Zentrum)

Maudoodi, Abul-Ala:
WELTANSCHAUUNG UN LEBEN IM ISLAM,
München 1989
(Islamisches Zentrum)

YONAN, Gabriele:
WELTRELIGIONEN IN BERLIN
(= Einheit in der Vielfalt),
hrsg. von der Ausländerbeauftragten des Senats,
2. aktual. u.erg. Aufl. Berlin 1993
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letzte Aktualisierung: 2. Juli 1999

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