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Der Aktionskreis der Religionen
und Kulturen
HANS WERNER DANNOWSKI
AKTIONSKREIS
DER RELIGIONEN UND KULTUREN
1993 ist der Aktionskreis
der Religionen und Kulturen gegründet worden. Er versteht sich als
ein Zusammenschluß von Vertretern und Vertreterinnen verschiedener
religiöser Institutionen in Hannover: Der verschiedenen christlichen
Kirchen, der jüdischen Gemeinden, der buddhistischen und hinduistischen
Tempel und Vereinigungen, der muslimischen Moscheen und Kulturzentren,
der Bahá’i-Religion. Der Dialog der Religionen und die Bereicherung
durch die verschiedenen kulturellen, nationalen und religiösen Traditionen
bildeten von Anfang an die Grundlage des Aktionskreises.
1993 war der große
Sternmarsch gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhaß, der
120 000 Menschen in Hannover auf die Straße brachte, noch von einer
Gruppe deutscher und ausländischer Persönlichkeiten initiiert
worden. 1994 und 1995 übernahm der Aktionskreis die Gestaltung
dieses Kampfes für Frieden und Toleranz und gegen die Ausgrenzung
der Fremden und stellte die Veranstaltung am 4. Advent auf ein Zusammenspiel
von dezentraler Begegnung und zentraler Abschlußkundgebung um. Daß
die verschiedenen Religionsgemeinschaften Subjekt auch des politischen
Handelns in der Stadt würden, war dem Aktionskreis wichtig.
1994 und 1995 fanden verschiedene
"Tage der Begegnung" unter großer Beteiligung der hannoverschen Bevölkerung
im buddhistischen Tempel in Mittelfeld, in der jüdischen Synagoge
in der Haeckelstraße, in der Moschee in der Stiftstraße
und im katholischen Clemenshaus statt. Der Aktionskreis befindet sich gegenwärtig
in der zweiten Phase einer vertieften Annäherung der Religionsgemeinschaften
aneinander: durch Seminare über das unterschiedliche Verständnis
der Hl. Schriften (1996) und der verschiedenen Betrachtung der Vatergestalt
des Abraham in den abrahamitischen Religionen (1997) soll das Glaubensgespräch
über die Religionsgrenzen hinaus gefördert werden. In Vorbereitung
auf das erhoffte große Religionsgespräch auf der EXPO im Jahr
2000 wird der Aktionskreis weitere Großveranstaltungen planen und
durchführen.
Die Zusammenarbeit der verschiedenen
Religionsgemeinschaften im Aktionskreis der Religionen und Kulturen hat
zu einem erkennbaren Zuwachs nicht nur an Erkenntnissen übereinander,
sondern auch an Vertrauen zueinander gebracht. Die Erkenntnis, daß
die Zukunft der Menschheit sehr stark an einem wachsenden Verständnis
zwischen den großen Religionen der Welt abhängt, daß Weltfriede
und Religionsfriede einander bedingen, ist der starke Impuls, der die Arbeit
des Aktionskreises weiterhin trägt.
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Referat für Öffentlichkeitsarbeit
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